Syrisches Migranten-Drama eröffnet Berlinale: Spannung und Emotionen erwarten die Zuschauer!

Juni 7, 2025

Syrian migrant drama opens Berlin film festival

Deutscher Regisseur eröffnet Berliner Filmfestspiele

Am Donnerstag wird der deutsche Regisseur Tom Tykwer die Berliner Filmfestspiele mit einem Drama über eine syrische Haushälterin eröffnen. Das Thema ist besonders brisant, da es zeitgleich mit einem von migrationspolitischen Diskussionen geprägten Wahlkampf stattfindet.

Der Film „Das Licht“, der außerhalb des Wettbewerbs auf der 75. Ausgabe des Festivals gezeigt wird, erzählt die Geschichte einer Berliner Mittelstandsfamilie, deren Leben sich drastisch ändert, nachdem sie eine neue Haushaltshilfe eingestellt haben.

Für Tykwer, der mittlerweile 59 Jahre alt ist, bedeutet dieser Film die Rückkehr zum Spielfilm nach einer längeren Pause, während der er sich auf die erfolgreiche Netflix-Serie „Babylon Berlin“ konzentrierte.

Die Berlinale, wie das Festival bekannt ist, endet am 23. Februar – demselben Tag wie die vorgezogene Bundestagswahl in Deutschland, die nach dem Zusammenbruch der Regierungskoalition unter Kanzler Olaf Scholz Ende letzten Jahres anberaumt wurde.

Da die rechtspopulistische, migrationskritische AfD-Partei in den Umfragen stark zulegt, ist das Thema Migration stark im Fokus des Wahlkampfes.

Die Berlinale, die neben Cannes und Venedig zu den führenden Filmfestivals Europas zählt, gilt als wichtige Plattform für die Premiere von Filmen aus aller Welt.

Der US-amerikanische Schriftsteller und Regisseur Todd Haynes wird in diesem Jahr die Jury leiten, mit 19 Filmen im Wettbewerb um den Goldenen Bären.

Zu den Teilnehmern gehört auch „Blue Moon“, der neueste Film des Hollywood-Regisseurs Richard Linklater, mit Ethan Hawke in der Hauptrolle, 11 Jahre nachdem Linklater für „Boyhood“ den Silbernen Bären für die beste Regie in Berlin gewann.

‚Schönheit und Freude‘

Der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho wird seinen neuen Film „Mickey 17“ mit Robert Pattinson außerhalb des Wettbewerbs präsentieren, während die britische Schauspielerin Tilda Swinton einen Preis für ihr Lebenswerk erhalten wird.

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Auch Jessica Chastain und Timothee Chalamet werden erwartet, um über den roten Teppich zu schreiten.

Der Eröffnungsfilm „Das Licht“, mit einer überwiegend deutschen Besetzung, erzählt von einer komplexen modernen Familie in einer Berliner Wohnung.

Als die geheimnisvolle Farrah, kürzlich aus Syrien angekommen, als neue Haushälterin in ihrem Haushalt beginnt, beginnt die Familie Engel, ihre Lebensweise zu hinterfragen und verborgene Gefühle kommen ans Licht.

„Tom Tykwer findet Schönheit und Freude in unserer oft zerrissenen und herausfordernden Welt und fängt magisch das Wesen unseres modernen Lebens auf der Leinwand ein“, sagte die Berlinale-Direktorin Tricia Tuttle über den Film.

Die massenhafte Ankunft syrischer Flüchtlinge und anderer Migranten in Deutschland in den Jahren 2015-2016 hat die Unterstützung für die AfD verstärkt, von der erwartet wird, dass sie als eine der größten Parteien aus den Wahlen hervorgeht.

Letztes Jahr machten die Organisatoren der Berlinale Schlagzeilen, indem sie fünf zuvor eingeladene AfD-Politiker ausluden und ihnen mitteilten, dass sie „nicht willkommen“ seien.

Arthouse-Liebling

Tuttle, die im April letzten Jahres die Leitung der Berlinale übernahm, betonte, dass sie das Festival so weit wie möglich von den Nachrichten isolieren möchte.

„Das Festival möchte nicht, dass das die Filme und Filmemacher überschattet“, sagte Tuttle in einem Interview mit der AFP.

„Ich möchte wirklich, dass die Filme für sich selbst sprechen, denn ich glaube, dass Filme mit einer Komplexität kommunizieren können, die wir oft in Worten verlieren.“

Weitere Filme im Wettbewerb auf der Berlinale sind „Dreams“ des mexikanischen Regisseurs Michael Franco, der von einem mexikanischen Balletttänzer handelt, und „What Does that Nature Say to You“ des südkoreanischen Arthouse-Lieblings Hong Sang-soo.

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Der rumänische Regisseur Radu Jude, der 2021 mit „Bad Luck Banging or Loony Porn“ den Goldenen Bären gewann, tritt mit „Kontinental ’25“, einer schwarzen Komödie über den Aufstieg des Nationalismus, an.

Und die Französin Lucile Hadzihalilovic wird „The Ice Tower“, ein Fantasy-Drama mit Marion Cotillard, präsentieren.

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