Kölner Karneval beginnt am Donnerstag, 8. Februar
Wenn Sie es zum großen Karnevalsereignis in Köln schaffen, das von Donnerstag, dem 8. Februar, bis Mittwoch, dem 13. Februar, dauert, finden Sie hier den Wortschatz, den Sie benötigen, um sich wie ein Einheimischer zu fühlen.
Alaaf ist der Narrenruf in Köln – der Ruf, den Jecken auf den Straßen austauschen. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie man Alaaf ruft: Entweder ruft man „Köln“ und der andere antwortet mit „Alaaf“, oder man ruft selbst „Alaaf“ und der Gesprächspartner erwidert den Ruf.
Verwechseln Sie dies niemals mit „Helau“, was in Düsseldorf gerufen wird – wie dieses Lied zeigt, könnten Sie sonst die Nacht Ihres Lebens verpassen.
Rosenmontag ist der Höhepunkt des Karnevals. Er beinhaltet Hunderte von Wagen, die durch die Stadtmitte ziehen und von mehr als einer Million Menschen besucht werden. Die Wagen variieren in Form und Größe und stellen oft satirische Darstellungen aktueller politischer Brennpunkte dar.
Büttenrede – eine Rede, die während des Karnevals gehalten wird. Sie soll witzig sein und reimen und wird von einer Kanzel vorgetragen, die aussieht wie ein Fass, im lokalen Dialekt „Bütt“ genannt. Diese Reden reichen zurück bis ins Mittelalter, als es die einzige Zeit war, in der einfache Leute ihre Oberherren kritisieren durften.
Bützchen. Der Karneval ist ein Fest des Überflusses mit viel Alkohol und Liebe. Erwarten Sie, dass Ihnen von völlig Fremden mindestens ein Kuss auf die Wangen gegeben wird. Diese Form der Begrüßung wird als Bützchen bezeichnet; sie kann auf die Wange oder den Mund gegeben werden. Selbst öffentliche Beamte – von der Polizei bis zum Bürgermeister – müssen es hinnehmen, ein Bützje zu bekommen. Sie abzulehnen gilt als unhöflich.
Immi ist die Kölner Abkürzung für Immigrant und bezieht sich auf jeden, der von außerhalb in die Metropole reist – egal, ob Sie aus Mönchengladbach oder Madrid kommen, in den Augen eines Kölners gelten Sie als Immi.
Jecken sind all die Menschen, die in die Kneipen gehen und auf die Straßen, um Karneval zu feiern. Das Wort bedeutet Narr und zeigt die Geschichte des Festivals, das bis ins Mittelalter zurückreicht, als die Menschen sich gerne verkleideten und den Narren spielten.
Kamelle sind die Süßigkeiten, die am Rosenmontag von den Wagen geworfen werden. Wenn Kamelle gerufen wird, werden Sie mit Leckereien, von Schokolade bis zu Gummibärchen, überschüttet.
Geisterzug. Der Karneval wurde im Laufe der Jahre mehrmals abgesagt, zuletzt 1991 wegen des Golfkriegs. Aber einige Kölner führten ihn trotzdem durch unter dem Motto „Kamelle statt Krieg“ – seit diesem Jahr findet der Geisterzug nachts statt – ein Muss.
Krätzchen ist eine Art Witz, der im Rheinland beliebt ist. Im Gegensatz zu Berlinern, die trockenen Humor mögen, erzählen Rheinländer gerne kurze Witze mit einer Pointe. Dies geschieht oft auf Bühnen in Bars während des Karnevals. Für andere Deutsche sind sie oft nur ein Grund zum Stöhnen – aber da sie im dicken rheinischen Dialekt erzählt werden, werden Sie sie wahrscheinlich sowieso nicht verstehen.
Stippeföttche – wenn Sie zwei Männer sehen, die ihre Hintern aneinander reiben, seien Sie nicht überrascht, Sie sind Zeuge des Stippeföttche, einem speziellen Kölner Tanz. Bei diesem ungewöhnlichen Tanz stehen zwei Männer Rücken an Rücken und reiben ihre Rücken und Hintern aneinander.
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.