Schwarze Balletttänzerin siegt in Berlin: Entschädigung nach Rassismusvorwürfen!

November 16, 2025

Black ballet dancer wins payout in Berlin racism row

Schwarze Balletttänzerin erhält Entschädigung und Vertragsverlängerung

Chloe Lopes Gomes, die erste schwarze Tänzerin, die 2018 vom Berliner Staatsballett engagiert wurde, hat in einer außergerichtlichen Einigung eine Entschädigung von 16.000 Euro und die Verlängerung ihres Vertrages erhalten. Dies geschah nach Vorwürfen des Rassismus gegen ihre Vorgesetzten.

Nachdem ihr befristeter Vertrag im letzten Sommer nicht verlängert wurde, erhob Lopes Gomes Vorwürfe, dass sie unter anderem gezwungen wurde, weißes Make-up zu tragen. „Lopes Gomes‘ Vertrag wird für eine weitere Spielzeit erneuert und endet nach der Saison 2021/22“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit, nachdem eine Einigung vor einem Berliner Gericht erzielt wurde.

Die 29-jährige französische Tänzerin erklärte in einem auf Instagram veröffentlichten Video, dass sie 16.000 Euro als Entschädigung erhalten würde. „Es ist ein kleiner Sieg, aber schon ein großer Schritt für die Ballettwelt, und ich denke, das wird eine enorme Veränderung bewirken“, sagte sie.

Lopes Gomes, die auch mit der Opera de Nice in Frankreich und dem Ballet Bejart in der Schweiz aufgetreten ist, berichtete der AFP im Januar, dass sie kontinuierlichem „Mobbing“ durch die Ballettmeisterin des Unternehmens ausgesetzt war.

In einer Aufführung, als die Ballettmeisterin weiße Schleier an die Tänzerinnen verteilte, sagte sie zu Lopes Gomes: „Ich kann dir keinen geben. Der Schleier ist weiß und du bist schwarz.“ Bei einer anderen Gelegenheit wurde sie aufgefordert, weißes Make-up zu tragen, was sich für sie anfühlte, als würde sie ihre Identität leugnen.

Christiane Theobald, die kommissarische Direktorin des Berliner Staatsballetts, erklärte, der Streit mit Lopes Gomes sei ein „Weckruf“ gewesen und das Unternehmen verfolge eine „Nulltoleranzpolitik in Bezug auf Rassismus und jede Form von Diskriminierung“.

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Das Unternehmen hat eine „strukturelle Transformation“ eingeleitet, sagte sie und richtete eine Anlaufstelle ein, bei der Mitarbeiter anonym Erfahrungen mit Rassismus oder Diskriminierung melden können.

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