Von wütenden Postings zum Rückzug und schließlich zum Gespräch: Labrinth erklärt den Bruch mit „Euphoria“ und widerspricht direkt Sam Levinson.
Kurz vor der Veröffentlichung der neuen Staffel von „Euphoria“ sorgte der Musiker Labrinth auf Instagram mit markanten Aussagen für Aufsehen. Er verkündete, dass er sich von der Serie zurückziehen werde, und verabschiedete sich mit den Worten: „Ich habe genug von dieser Branche. Fuck Columbia. Fuck Euphoria doppelt. Ich bin raus.“
Daraufhin gab der Künstler in einem umfangreichen Interview mit dem Magazin „GQ“ sowie in einem mittlerweile gelöschten Instagram-Beitrag weitere Einblicke in die Gründe für seinen Rückzug.
Zwischen Selbstreflexion und Klarstellung
Labrinth beschrieb seine damaligen Posts über „Euphoria“ im Interview als „nicht seiner Art entsprechend“ und betonte, dass er sich zuvor nie auf diese Weise öffentlich geäußert habe. Er stellte ebenfalls klar, dass Hans Zimmer ihn nicht ersetzt habe. Ursprünglich war geplant, dass sie gemeinsam am Soundtrack arbeiten.
Auf die Frage, warum er die Serie verlassen habe, antwortete Labrinth: „Es ist traurig, dass es so weit gekommen ist.“ Er erinnerte sich zurück, dass es während der ersten Staffel „keine Erwartungen“ gegeben habe und alles durch die rohe Energie und Vision von Sam Levinson entstanden sei, was er immer noch schätze.
Dennoch gab Labrinth zu, dass sich die Dynamik zwischen ihm und Levinson über die Zeit verändert habe. Sie seien nicht mehr im kreativen Einklang gewesen, und er habe sich nicht mehr respektiert gefühlt. Zudem betonte er, dass Levinson genau wisse, warum er gegangen sei – entgegen der Behauptung Levinsons bei der Premiere der dritten Staffel, die Gründe nicht zu kennen.
Unveröffentlichte Musik und mögliche Anspielungen
Am Ende des Interviews spielte Labrinth dem Journalisten einige neue Songs vor. Einer davon wurde als stark von Western beeinflusst beschrieben; Labrinth präsentierte ihn laut „GQ“ mit einem schelmischen Lächeln. Dies könnte als feine Anspielung darauf gedeutet werden, dass er Levinsons kreative Ideen, insbesondere dessen Vorliebe für Western, hätte umsetzen können.
Ein weiterer Song handelte lyrisch vom Thema Sexarbeit. Sowohl die Western-Ästhetik als auch das Thema Sexarbeit sind zentrale Motive der neuen „Euphoria“-Staffel. Trotzdem äußerte Labrinth die Überzeugung, diese Songs nicht veröffentlichen zu wollen.
Neuer Instagram-Post wirft Fragen auf
Trotz der Charakterisierung seiner früheren Social-Media-Ausbrüche als fremdartig, folgte kurz darauf ein weiterer Beitrag. In einem mittlerweile gelöschten Post fragte er: „Ich sollte weiterhin jeden Euphoria-Sonntag einen Song veröffentlichen, oder?“ Danach fügte er hinzu: „Und das Drama sowie die Leute, die mich jahrelang unterstützt haben, um mehr Verkäufe zu generieren … Ja, das ist eine großartige Idee.“
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