Haftbefehl enthüllt neuen Hit „Dünya garip“: Ein tiefgründiger Song über Entwurzelung!

November 25, 2025

Haftbefehl

Im neuen Lied „Dünya garip“ von Haftbefehl geht es um die Themen Heimatverlust und Entfremdung. Der von oddworld produzierte Track, der auf Türkisch gesungen ist, basiert auf den Migrationserfahrungen von Aykut Anhan.

Haftbefehl hat kürzlich seinen neuesten Track „Dünya garip“ veröffentlicht, welcher am 20. November kurz vor Mitternacht erschien. Der Titel des Songs bedeutet übersetzt „Die Welt ist merkwürdig“, was als zentrales Thema des Lieds dient und die Gefühle von Entwurzelung und Fremdheit thematisiert.

Das Produzentenduo oddworld hat den Song entwickelt, der die Geschichte eines jungen Mannes aus Istanbul erzählt, der gezwungen ist, seine Heimat zu verlassen und in einem fremden Land nach Sicherheit zu suchen. „Er stellt jedoch schnell fest, dass die Menschen auch hier anders sind, als er erwartet hatte: Geld und Konsum beherrschen das Denken und die Menschlichkeit schwindet“, erklären die Produzenten über den Inhalt des Liedes, der tiefgründig die Themen Aussichtslosigkeit und Entfremdung behandelt.

„Dieses Lied ist ein Spiegelbild für viele Migranten“

„Die Straßen Europas, die Schutz und Gleichberechtigung bieten sollten, vergiften die Jugend – ein Paradoxon, das vielen bekannt vorkommt“, so das Produzentenduo oddworld. Haftbefehl reflektiert in dem Lied auch seine eigenen Jugenderfahrungen.

„Das Lied spiegelt die Realität vieler Menschen mit Migrationshintergrund wider, die nach einem neuen, besseren Leben für sich und ihre Familien streben, dabei jedoch oft auf Missverständnisse, Ausgrenzung und Barrieren stoßen. Es ist für jene Menschen, die trotz aller Widrigkeiten nicht aufgeben und weiter um ihr kleines Stück Glück kämpfen – auch wenn niemand an sie glaubt. Das ist Haftbefehls Hoffnung“, wird weiter ausgeführt. Der Rapper beobachtet mit seiner neuen Single sowohl die Welt als auch sich selbst.

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Hören Sie hier den Song

Das Produzentenduo, bestehend aus Minhtendo und Alexis Troy, sieht sich persönlich in dem Song reflektiert: „Zunächst erhielten wir nur einige rohe Sätze. Obwohl wir kein Türkisch sprechen, waren wir sofort berührt. Der Schmerz und die Aufrichtigkeit in Aykuts Stimme erreichen jeden. Als wir bei ihm waren und Musik hörten, gemeinsam produzierten und uns in die Augen sahen, wussten wir, dass wir trotz unserer unterschiedlichen kulturellen Hintergründe dieselbe Kultur teilen.“

„Ein Gedicht, das sich von Pop-Konventionen löst“

„Der Song ist eigentlich ein Gedicht“, erklären sie. „Wir haben beschlossen, die Struktur des Songs unkonventionell zu belassen, ohne Pop-Normen zu folgen oder beispielsweise den Refrain häufig zu wiederholen. Es ist wie ein Soundtrack zu einem Film, und die Musik soll Aykuts Stimme und die Emotionen hervorheben.“

Der aus Offenbach stammende Rapper Haftbefehl, bürgerlich Aykut Anhan, erlangte in den letzten Wochen verstärkte Aufmerksamkeit, seit seine Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ auf Netflix veröffentlicht wurde. Der Film, der am 28. Oktober herauskam, wurde millionenfach angesehen und erreichte kurz nach der Veröffentlichung den ersten Platz der Netflix-Filme in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Produziert von Elyas M’Barek und Pacco-Luca Nitsche, zeigt der Film das Leben Haftbefehls abseits von Ruhm und Erfolg auf sehr persönliche Weise – mit Auftritten bekannter Rap-Kollegen wie dem verstorbenen Xatar, Celo & Abdi oder Jan Delay.

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Haftbefehl im Kreis seiner Familie und clean

Der Film beleuchtet auch die Tiefen einer schweren Drogensucht, der Haftbefehl zum Opfer fiel. Mittlerweile scheint es ihm jedoch besser zu gehen. Am 20. November postete er auf Instagram: „Ich spüre eure Liebe und all eure positiven Nachrichten und im Kreis meiner Familie werde ich stärker zurückkommen.“

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Ob er sich von den Drogen losgesagt hat, blieb im Film zunächst unklar – bis jetzt. Bei seinem Konzert in Osnabrück, dem ersten seit der Veröffentlichung der Dokumentation, klärte Haftbefehl die brennende Frage seiner Fans: „Ihr habt sicher alle meine Doku gesehen. Ich wollte euch noch sagen, ich bin clean“, verkündete der Musiker in der Nacht des 15. Novembers von der Bühne aus – unter tosendem Applaus. „Und ich hoffe, ihr bleibt es auch. Scheiß auf Drogen!“

Katharina Moser schreibt für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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