Der Rapper und TikTok-Nutzer Fjodor Busik, gebürtig aus Eisenach, durchstreift Ostdeutschland mit seiner Kamera und setzt sich für die Region ein.
Am Bahnhof in Greiz, einem kleinen Ort in Thüringen im Osten Deutschlands, steigt Fjodor Busik aus dem Zug. In einer schwarzen Daunenjacke hält er lächelnd eine goldene „Winkekatze“ hoch. Kinder und Jugendliche begrüßen ihn fröhlich, bilden einen Kreis und tanzen vor der Kamera eines Smartphones die „Ossi-Tanz“. Ohne Musik: Busik rappt und summt nur ein paar Silben, dirigiert die Menge – und alle scheinen viel Spaß zu haben. Kurz darauf wird das Video – diesmal mit Musik – auf TikTok und anderen sozialen Netzwerken tausendfach angesehen. Die Botschaft ist einfach: Gefühle von Freude, Zugehörigkeit und ostdeutscher Identität.
Fjodor Busik, 23 Jahre alt, wuchs in Eisenach, Thüringen auf; er arbeitet als Erzieher und macht seit einigen Jahren Musik unter dem Namen Fydoz. Seine Schwester Valentina ist die aktuelle „Miss Deutschland“. Busik liebt seine Heimat Thüringen: „Die Leute sind einfach gut drauf und halten zusammen. Es herrscht eine wirklich familiäre Atmosphäre. Und die Natur ist atemberaubend.“ Zwar hat er schon mehrmals die großen Städte in Westdeutschland besucht, findet diese jedoch meist „zu laut, zu bevölkert, zu anonym“.
Gegen Klischees, für die Gemeinschaft
Busik meint, dass „Ostdeutschland oft vernachlässigt wird. Einige Leute im Westen wissen nicht einmal, dass Thüringen ein deutsches Bundesland ist…“. Insgesamt gibt es „viele dumme Vorurteile“. Deshalb reist er durch mehrere Städte in Ostdeutschland und dreht ein Video nach dem anderen. Busik möchte „Thüringen wieder ins Rampenlicht rücken“. Unter dem Motto „tuff im Osten“ (im Jugendslang bedeutet tuff so viel wie „cool“), hat er sich vor einigen Monaten dem Trend des „Ossi-Tanzes“ angeschlossen, der durch ein bestimmtes „Ossitrio“ im Internet bekannt wurde.
Die Tanzperformance hat jedoch nicht nur Likes gesammelt, sondern auch bösartige Kommentare erhalten. Einige Beiträge haben systematisch „Ostdeutschland“ verspottet, andere sogar die „Wiederaufbau der Mauer“ gefordert. Obwohl Busik viel Unterstützung für seine Videos erhält, ist er auch regelmäßig Ziel von „Hatern“ (Personen mit hasserfüllten Kommentaren). Der Rapper bleibt jedoch gelassen: „Anscheinend haben diese Typen nichts Besseres im Leben zu tun, man kann sie nur bemitleiden.“ Und er fügt lachend hinzu: „Erfolg ist die beste Rache.“
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Lena Hoffmann ist eine Kulturjournalistin mit Leidenschaft für Theater, Literatur und alternative Kunstformen. Seit 2018 berichtet sie für Inside-Reeperbahn.de über Hamburgs kulturelle Szene und bringt dabei authentische Stimmen, neue Perspektiven und kreative Ausdrucksformen zum Vorschein.