Seltene Werbekunst unter dem Hammer
Am kommenden Freitag wird in New York eine beeindruckende Sammlung von etwa 4.300 seltenen Vintage-Werbepostern, die 1938 von den Nazis beschlagnahmt und für zerstört gehalten wurden, zur Auktion angeboten.
Die Geschichte einer außergewöhnlichen Sammlung
Die Poster gehörten ursprünglich Hans Sachs, einem jüdischen Zahnarzt aus Berlin. Sein Sohn Peter hat es geschafft, die Sammlung zurückzugewinnen, und bringt sie nun bei Guernsey’s Auktionshaus unter den Hammer.
Zu den Künstlern, die für die Gestaltung der Plakate verantwortlich sind und deren Motive von Kunst und Oper über Propaganda bis hin zu Sport reichen, zählen namhafte Persönlichkeiten wie Alphonse Mucha, Jules Cheret, Gustav Klimt, Toulouse-Lautrec, Käthe Kollwitz, Max Slevogt und Max Klinger.
Ursprünglich umfasste die Sammlung von Hans Sachs bis zu 12.500 Poster. 1961 erhielt die Familie als Entschädigung von der deutschen Regierung umgerechnet etwa 500.000 Euro.
Peter Sachs stellte jedoch später fest, dass ein Drittel der Poster im Deutschen Historischen Museum in Berlin ausgestellt war. Nach einem Rechtsstreit erlangte die Familie Sachs das Eigentum an den Postern zurück.
„Die Sammlung stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und wird auf einen Wert von zwischen 5,75 Millionen und 20,44 Millionen Dollar geschätzt“, erklärte Arlan Ettinger, Präsident des Guernsey’s Auktionshauses. Die Auktion wird über das ganze Wochenende andauern.
AFP/mry
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.