Steigende Schwarzmarktpreise für Tickets zum Bayreuther Festival
Einem Bericht einer Finanzzeitung zufolge steigt die Anzahl der Personen, die Tickets für das berühmte Bayreuther Festival auf dem Schwarzmarkt kaufen und verkaufen, weiter an. Dies wurde am Donnerstag bekannt.
Ein Monat vor Beginn des jährlichen, einen Monat dauernden Sommerfestivals, das ausschließlich den Werken Richard Wagners gewidmet ist, wurden bereits insgesamt 524 Tickets auf der Online-Auktionsplattform eBay zum Verkauf angeboten.
Dies übertrifft die Gesamtzahl des Vorjahres, wie das Handelsblatt berichtete.
Die Tickets werden für mehr als das Doppelte ihres Nennwerts verkauft, wobei der durchschnittliche Aufschlag bei 139 Prozent liegt, verglichen mit 136 Prozent im Jahr 2011, so die Feststellung der Zeitung.
Bayreuth-Tickets gelten als eine der begehrtesten Eintrittskarten in der Welt der klassischen Musik. Musikliebhaber warten oft zehn Jahre oder länger auf die Möglichkeit, das von Wagner selbst entworfene Festspielhaus zu betreten.
Offiziell liegen die Ticketpreise in diesem Jahr zwischen 35 € für die günstigsten Plätze und 280 € für die Spitzenkategorie.
Auf dem Schwarzmarkt werden jedoch die Tickets der günstigsten Kategorie für mehr als das Sechsfache ihres Nennwerts gehandelt, während die Tickets der höchsten Preiskategorie bis zu 50 Prozent mehr erzielen, so das Handelsblatt.
Das meistverkaufte Ticket in diesem Jahr ist für die einzige neue Produktion des Festivals, „Der fliegende Holländer“, in einer neuen Inszenierung des deutschen Regisseurs Jan Philipp Gloger und unter der musikalischen Leitung von Bayreuths Star-Dirigent Christian Thielemann.
Wer eines dieser Tickets auf dem Schwarzmarkt erwirbt, muss mehr als das Dreifache des Nennwerts bezahlen.
Im Gegensatz dazu sind die Tickets für Christoph Marthalers acht Jahre alte Inszenierung von „Tristan und Isolde“ weniger gefragt, mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 80 Prozent.
Das Bayreuther Festival findet jedes Jahr zwischen dem 25. Juli und dem 28. August statt.
In diesem Jahr gibt es insgesamt 30 Aufführungen von fünf verschiedenen Opern – „Der fliegende Holländer“, „Tristan und Isolde“, „Lohengrin“, „Tannhäuser“ und „Parsifal“.
Die Festivalorganisatoren haben in diesem Jahr das Verfahren zur Ticketvergabe geändert, nachdem der Bundesrechnungshof kritisiert hatte, dass nur 40 Prozent der Tickets frei verfügbar waren, während der Rest an Sponsoren und Prominente ging.
The Local/AFP/jcw
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.