Die Kunstkollektion von Gunter Sachs erzielt über 56 Millionen Dollar
Die Kunstsammlung des verstorbenen deutschstämmigen Lebemanns Gunter Sachs, die seiner Obsession für seine Ex-Frau Brigitte Bardot gewidmet ist, erzielte am Dienstag bei einer Auktion in London über 56 Millionen Dollar.
Das Highlight der Auktion war „Self Portrait (Fright Wig)“ von Andy Warhol, einem langjährigen Freund von Sachs. Das Werk wurde für 8.479.889 Dollar (6.629.730 Euro) versteigert. Insgesamt brachte die Sotheby’s Auktion 56.353.203 Dollar ein.
Ein von Warhol im Jahr 1974 im Auftrag von Sachs gemaltes Porträt von Bardot, fünf Jahre nach deren Scheidung, erzielte fast 5 Millionen Dollar.
Um Bardot für sich zu gewinnen, ließ Sachs Hunderte roter Rosen mit einem Hubschrauber über ihrer Villa an der französischen Riviera abwerfen.
Wenige Wochen später, am 14. Juli 1966, heirateten die beiden in Las Vegas.
Viele der Kunstwerke in Sachs‘ Sammlung wurden von ihm selbst in Auftrag gegeben oder direkt von den Künstlern erworben, insbesondere für seine Wohnung im Schweizer Alpenort St. Moritz.
1972 organisierte Sachs in seiner Galerie in Hamburg die erste große europäische Ausstellung Warhols. Um Warhol vor einem möglichen Misserfolg zu schützen, kaufte er heimlich die Hälfte der Werke auf, als sich nur wenige Käufer fanden.
Sachs nahm sich vor einem Jahr in seinem Schweizer Chalet das Leben. In seinem Abschiedsbrief erklärte er, dass er sich wegen der „hoffnungslosen Krankheit A“, bei der es sich vermutlich um Alzheimer handelte, zu diesem Schritt entschieden habe.
Bardot äußerte sich tief erschüttert über die Nachricht von seinem Tod.
AFP/jcw
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.