Der Ex-Gitarrist der Hardcore-Band Turnstile, Brady Ebert, sieht sich nach einem Vorfall Ende März mit einer deutlich verschärften Anklage konfrontiert – die Staatsanwaltschaft erhebt nun Vorwürfe wegen vorsätzlichen Mordes. Die Entscheidung hat direkte Folgen für das zu erwartende Strafmaß und macht den Fall heute relevant für Fans, Justizbeobachter und die weitere Musikszene.
Von versuchtem Totschlag zu Mordanklage
Der Vorfall ereignete sich am 29. März vor dem Haus der Familie des Sängers Brendan Yates: Ebert soll den 79-jährigen Vater des Frontmanns mit seinem Auto angefahren und schwer verletzt haben. Der Mann überlebte und wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Ursprünglich liefen Ermittlungen wegen versuchten Totschlags; laut Berichten des Baltimore Banner stufte eine Jury die Tat inzwischen jedoch als vorsätzlich ein. Das bedeutet: Aus einer möglichen Höchststrafe von rund 30 Jahren könnte bei einer Verurteilung lebenslange Haft werden.
Was das Video zeigt und wie Ebert reagiert
Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie ein Wagen vor dem Grundstück hält, es kommt zu verbalen Auseinandersetzungen und dem Werfen eines Steins in Richtung des Fahrzeugs. Danach bewegt sich das Auto offenbar vorwärts und trifft den älteren Mann.
Ebert selbst erklärte nach dem Vorfall, er habe in Notwehr gehandelt und sei zuvor angegriffen worden. Ermittler und Medien zitierten jedoch Aussagen, die nahelegen, dass das Geschehen nicht ohne vorhergehende Provokation stattfand; die juristische Bewertung fiel letztlich gegen eine Notwehrrechtfertigung aus.
Die Reaktion der Band
Turnstile veröffentlichte eine Stellungnahme, in der die Musiker erklären, sie hätten wiederholt versucht, Hilfsangebote zu machen und Distanz zu wahren, als die Kommunikation mit Ebert zusammenbrach. In ihrer Erklärung hieß es, man sei bestürzt über die Eskalation und erleichtert, dass der Verletzte überlebt habe.
Die Band betonte außerdem, in den Monaten vor dem Vorfall hätten sich Spannungen und Drohungen zugespitzt. Zugleich verwies Turnstile darauf, dass frühere interne Vorwürfe gegen Ebert öffentlich diskutiert worden seien, diese aber nicht weiter belegt worden sind.
Wichtige Fakten im Überblick
| Tatdatum | 29. März (Jahr in Berichten) |
|---|---|
| Beschuldigter | Brady Ebert, ehemaliger Gitarrist von Turnstile (ausgestiegen 2022) |
| Opfer | William Yates, Vater von Turnstile-Sänger Brendan Yates (79), schwer verletzt, überlebte |
| Aktuelle Anklage | Vorsätzlicher Mord (Aufstufung von anfänglichem Vorwurf des versuchten Totschlags) |
| Mögliche Folgen | Bei Schuldspruch: bis zu lebenslange Haft statt maximal ~30 Jahre |
| Quelle | Lokalmedienberichte, insbesondere Baltimore Banner; Stellungnahme der Band |
Rechtlich ist der Fall noch nicht abgeschlossen: Eine Anklage bedeutet nicht automatisch Verurteilung. Verteidiger und Staatsanwaltschaft werden in den kommenden Monaten Beweise vorlegen und Zeugen vernehmen; ein Prozess dürfte intensive juristische Prüfung nach sich ziehen.
Für die Szene hat der Fall mehrere Ebenen: Er betrifft die persönliche Sicherheit der Betroffenen, mögliche strafrechtliche Präzedenzfälle bei ähnlichen Konfrontationen und die Frage, wie Bands und Management mit internen Konflikten umgehen. Die Öffentlichkeit wird den Prozessverlauf genau verfolgen, nicht zuletzt wegen der möglichen Folgen für alle Beteiligten.
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Tom Schneider ist Musikliebhaber, DJ und Redakteur bei Inside-Reeperbahn.de. Er schreibt mit Herzblut über neue Bands, alte Legenden und die Hamburger Clubszene. Seine Artikel verbinden Recherche mit persönlichem Erleben und bieten echten Mehrwert für Musikfans.