Initiative von Kanzler Scholz für gleiche Bezahlung im Fußball
Am Dienstag setzte sich Bundeskanzler Olaf Scholz für eine gleichberechtigte Bezahlung von männlichen und weiblichen internationalen Fußballspielern ein, inspiriert durch den Erfolg der deutschen Mannschaft bei den jüngsten Europameisterschaften.
„Meine Meinung dazu ist eindeutig“, äußerte Scholz nach einem Treffen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), bei dem dieses Thema zur Sprache kam. „Wir haben erörtert, wie wir weiterhin mehr Mädchen und Frauen für den Fußball begeistern können. Natürlich spielen die Gehälter bei solchen Turnieren eine wesentliche Rolle,“ fügte er hinzu.
„Deshalb ist es sinnvoll, über eine gleiche Entlohnung zu sprechen. Ich habe diesen Vorschlag gemacht und bin sehr dankbar, dass die Bereitschaft besteht, dieses Thema zu diskutieren.“
Deutschland erreichte bei den diesjährigen Europameisterschaften den größten Erfolg bei einem großen Turnier seit 2015, musste sich jedoch im Finale in Wembley England geschlagen geben.
Scholz war beim Finale anwesend und unterstützte das Frauenteam auch via Twitter: „Es ist 2022, und Frauen und Männer sollten gleich bezahlt werden. Das gilt auch für den Sport, insbesondere für nationale Teams.“
Die deutschen Spielerinnen hätten jeweils 60.000 € erhalten, wenn sie das Turnier gewonnen hätten, während die männlichen Spieler im letzten Jahr bei einem Sieg bei den Europameisterschaften jeweils 400.000 € bekommen hätten.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte, er verstehe das Argument, „dass gleiche Arbeit und Erfolg auch denselben Wert haben sollten“.
„Ich bin bereit, in unseren Gremien zu diskutieren, ob unser Vergütungssystem noch zeitgemäß ist oder angepasst werden sollte“, erklärte er.
Die Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg schlug vor, dass die Gehälter internationaler Fußballspieler angeglichen werden könnten, indem man Frauen mehr und Männern weniger zahlt.
Nach dem Treffen müssen die Verantwortlichen nun „Taten folgen lassen“, sagte sie in einem Interview mit dem ZDF.
Scholz erklärte, er sei „sehr, sehr stolz“ auf die Leistung der Frauen bei der EM, auch wenn „es letztendlich nicht ganz gereicht hat“.
„Ich hoffe, dass dies eine langfristige Wirkung hat, nicht nur auf die Spielerinnen selbst… sondern auch auf den Fußball in Deutschland“, betonte er.
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.