Deutschland ist als Autonation bekannt. Persönlichkeiten wie Benz, Daimler, Maybach und andere legten den Grundstein für diese Entwicklung mit ihren bahnbrechenden Erfindungen. Die Geschichte des Automobils, von seinen Anfängen bis in die elektrische Ära, lässt sich besonders gut in bestimmten Städten nachvollziehen…
Wolfsburg: Mehr als nur Autos
Ein Kunstmuseum, ein Renaissanceschloss, das von Zaha Hadid entworfene Wissenschaftszentrum Phaeno und mehr: Wolfsburg auf VW zu reduzieren, wird der Stadt nicht gerecht. Dennoch ist der größte Autohersteller Europas in dieser jungen Stadt in Niedersachsen, die am Mittellandkanal liegt, allgegenwärtig. VW ist auch verantwortlich für die größte Touristenattraktion der Stadt, den 28 Hektar großen Autostadt Park. Dieser einzigartige Themenpark zur Mobilität heißt nicht nur Neuwagenkäufer willkommen, die ihre Autos aus einem der 48 Meter hohen Gläsertürme schweben sehen können, sondern auch Besucher. Highlights sind das Zeithaus-Museum, das 135 Jahre Automobilgeschichte dokumentiert, ein Geländefahrparcours, ein Fahrsimulator, eine gigantische Wassershow und mehrere Markenpavillons, die Modelle der Konzernmarken, einschließlich Audi, präsentieren. In Ingolstadt, dem Firmensitz, gibt es auch Werksführungen, ein Museum und eine Erlebniswelt – das Audi Forum.
Stuttgart: Der bunte Schmelztiegel
Wer hat’s erfunden? Oft ist die Antwort ein kluger Kopf aus Stuttgart! Die Erfinder der Leitz-Ordner, des Solariums oder der ersten industriell gefertigten BHs stammen alle aus dem Neckar-Kessel oder dessen Umgebung. Das gilt auch für Carl Benz, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach – die Hauptpioniere des Automobils. Ihre Erfolgsgeschichte, die Ende des 19. Jahrhunderts begann, und die Verbindung dieser drei Persönlichkeiten, wird im architektonisch beeindruckenden Mercedes-Benz Museum erzählt. Mit über 1.500 Exponaten, darunter 160 Fahrzeugen wie der Papamobil von Johannes Paul II. und den legendären Silberpfeilen, ist es das größte Automobilmuseum Deutschlands. Auch das Porsche Museum, kleiner, aber ebenso interessant, widmet sich den schnellen Autos. Für diejenigen, die nicht nur von klassischen Autos träumen, sondern dies in unmittelbarer Nähe tun möchten, bietet sich Motorworld Stuttgart an, ein wahres „Disneyland für Autofans“ und eine weitere innovative Schöpfung aus Stuttgart!
Zwickau: 115 Jahre Automobilgeschichte
In „Autoland Sachsen“ begann die Erfolgsgeschichte von Frontantrieb und Linkslenkern. Noch heute arbeiten zehntausende Menschen in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Zwickau an der Zukunft der Mobilität. Zwickau hat die Fahrzeugfertigung in den letzten 115 Jahren wie kaum eine andere deutsche Stadt geprägt. Wer die Entwicklungen rund um die Trabant-Produktion und die Elektromobilität verpasst hat, kann sich im August Horch Museum auf den neuesten Stand bringen. Das Museum befindet sich genau dort, wo ein Jahrhundert zuvor August Horch & Cie, der Vorgänger von Audi, gegründet wurde. Auch der große Komponist der Romantik, Robert Schumann, wurde hier geboren, was dem Konservatorium, in dem viele Talente ihre Karriere starten, seinen Namen gab. Der traditionelle Startpunkt in der Geschichte ist die Rennstrecke „Sachsenring“. Jährlich pilgern bis zu 200.000 Besucher hierher, um die Motorradprofis bei ihrem Kampf um den Weltmeistertitel anzufeuern.
München: Einblick in die bewegte Welt der Autos
Der Automobilhersteller BMW verspricht Fahrvergnügen, und die Konstrukteure der BMW Welt hatten offensichtlich Spaß beim Entwerfen dieses Gebäudes. Eröffnet im Jahr 2007 neben der Firmenzentrale, ist dieses futuristische Gebäude so hoch wie das Pantheon in Rom und sein Dach könnte leicht über den Markusplatz in Venedig spannen. Es ist faszinierend zu sehen, was sich unter der Haube befindet: eine Mischung aus Veranstaltungsort, Auslieferungszentrum für Neuwagen und Showroom für mehrere Marken von BMW, von Mini bis Rolls-Royce. Der Junior Campus bietet sogar einen eigenen Abenteuerbereich für 7- bis 13-Jährige. Gegenüber liegt der Olympiapark, der ebenfalls viele Erlebnismöglichkeiten bietet, sei es auf der Spitze des Fernsehturms oder im olympischen Schwimmbad. Wer sich lieber in die Geschichte des Transports vertiefen möchte, kann das Verkehrszentrum über der Theresienwiese besuchen, wo unter dem Motto „Was uns bewegt“ die Zweigstelle des Deutschen Museums zahlreiche Fahrzeuge auf 12.000 Quadratmetern ausstellt, darunter das Dreirad Benz 1, das erste moderne Automobil von 1886.
Ähnliche Beiträge:
- Autofaszination pur: Entdecken Sie die Welt der Chrom- und Stahl-Museen!
- Entdecken Sie Deutschland: Auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten!
- Innovative Erfindungen: Entdecken Sie Technologien „Made in Germany“!
- Entdecken Sie sieben versteckte deutsche Museen: Geniale Ideen, die Sie überraschen werden!
- Spektakel garantiert: Erleben Sie das unvergessliche Ereignis!

Miriam Köhler ist Reisespezialistin mit Fokus auf urbane Entdeckungen. Sie erkundet Hamburgs spannendste Ecken und teilt in der Rubrik „Stadttouren“ Tipps, Anekdoten und Geheimadressen, die man so in keinem Reiseführer findet – mit viel Lokalkolorit.