Das PEOPLE Festival kehrt im Oktober nach Berlin zurück und bringt ein Arbeitswochenende für Musikerinnen und Musiker mit: Vom 4. bis 11. Oktober entstehen im historischen Funkhaus neue Stücke, die am 10. und 11. Oktober auf elf Bühnen präsentiert werden. Tickets sind seit dem 24. Juni über die Festival-Website erhältlich — ein Termin, der für Konzertfans und die lokale Szene gleichermaßen relevant ist.
Ein Veranstaltungsformat statt reiner Konzerte
Anders als bei herkömmlichen Festivals gibt es beim PEOPLE kein starres Line-up mit fixen Headlinern. Die Idee: Künstlerinnen und Künstler kommen mehrere Tage vor den Auftritten zusammen, um in Studios und Proberäumen gemeinsam zu arbeiten — das Ergebnis sind zahlreich neue, bisher nie gehörte Kompositionen.
Rund 180 Teilnehmende werden nach Angaben der Organisatoren anreisen und in einer Residenzphase kollaborative Projekte entwickeln. Am Festivalwochenende sollen auf den Bühnen etwa 200 Uraufführungen zu hören sein.
Wer mitmacht — erste Bestätigungen
Mehrere bekannte Namen wurden bereits angekündigt; die Veranstaltenden planen, in den kommenden Wochen weitere Acts zu nennen. Unter den ersten Bestätigten finden sich etablierte Songwriter, Produzenten und Instrumentalisten.
- Aaron Dessner
- Bryce Dessner
- Ben Howard
- Damien Rice
- Henning May
- Bosse
- Lisa Hannigan
- Owen Pallett
- Patrick Watson
- Victoria Canal
- Colin Stetson
- Erlend Øye
- Alex Somers
- Adrian Utley
- Deradoorian
- Makaya McCraven
- Shahzad Ismaily
- Sarah Neufeld
- Nick Zinner
Die Veranstalter haben Gründer wie Justin Vernon (Bon Iver) sowie die Brüder Aaron und Bryce Dessner (u. a. The National) genannt, die das Musiker-Netzwerk und das kollektive Arbeiten in den Mittelpunkt stellen.
Ort mit Geschichte: das Funkhaus
Als Schauplatz dient das ehemalige Rundfunkzentrum an der Nalepastraße, ein Gebäude mit deutlicher historischer Prägung aus DDR‑Zeiten. Das Areal bietet zahlreiche Studios und Veranstaltungsräume — eine passende Kulisse für ein Festival, das auf Proben, Austausch und spontane Formationen setzt.
Für die Stadt bedeutet die Rückkehr des Festivals eine zusätzliche Bühne für internationale Kooperationen und kulturellen Austausch.
Finanzierung und Konzept
Finanziell setzt das Festival auf ein ungewöhnliches Modell: Alle Einnahmen aus dem Ticketverkauf sollen in die Durchführung fließen. Kommerzielle Hauptsponsoren und star-orientierte Vergütungsstrukturen gibt es nicht. Stattdessen steht die Zusammenarbeit zwischen etablierten Musikerinnen und Nachwuchskünstlern im Vordergrund.
Diese Ausrichtung hat Folgen für Teilnehmende und Publikum: Für Künstlerinnen und Künstler bietet die Residenz Raum für Experimente; für Zuschauer heißt das, Konzerte zu erleben, die es so zuvor nicht gab.
Was Besucherinnen und Besucher wissen sollten
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
| Datum Residenz | ab 4. Oktober |
|---|---|
| Festival | 10. – 11. Oktober |
| Ort | Funkhaus, Nalepastraße, Berlin |
| Programm | ca. 200 Uraufführungen auf 11 Bühnen |
| Tickets | seit 24. Juni über die Festival-Website erhältlich |
| Finanzierung | über Ticketeinnahmen, keine kommerziellen Hauptsponsoren |
Für Interessierte lohnt es sich, das Line-up weiter zu verfolgen: Die Organisatoren haben bereits angekündigt, zusätzliche Namen nach und nach zu bestätigen.
Insgesamt markiert das Festival eine Variante des Live‑Musikbetriebs, die auf Kollaboration statt auf Einzelauftritte setzt — ein Format, das potenziell neue musikalische Verbindungen schafft und dem Berliner Kulturkalender frische Impulse hinzufügt.
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Tom Schneider ist Musikliebhaber, DJ und Redakteur bei Inside-Reeperbahn.de. Er schreibt mit Herzblut über neue Bands, alte Legenden und die Hamburger Clubszene. Seine Artikel verbinden Recherche mit persönlichem Erleben und bieten echten Mehrwert für Musikfans.