Neueröffnung eines Technoclubs in der Tesla-Fabrik bei Berlin
In der deutschen Produktionsstätte von Tesla, bekannt als die Berlin-Brandenburg Gigafactory, wurde kürzlich ein Technoclub eröffnet. Dies wurde durch die Mitarbeiter der Fabrik bekanntgegeben.
Die Ankündigung der Cluberöffnung erfolgte zuerst durch den Fabrikmanager André Thierig, der ein Video auf LinkedIn teilte, das später von Tesla auf X weiterverbreitet wurde.
Der Club trägt den Namen ‚Hamster‘. „Hamster ist jetzt lebendig“, schrieb Thierig auf X.
Giga Berlin rave cave (aka HAMSTER) now alive! Party on… https://t.co/T3wN4PMJZl
— André Thierig (@AndrThie) June 28, 2024
Ein Firmenclub in Berlin?
Berlin ist weltweit für seine Technokultur bekannt und die Vielzahl an Clubs, von kleinen Underground-Bars bis hin zu riesigen, mehrstöckigen Komplexen, ist ein wesentlicher Bestandteil davon.
Die heutige Technoszene hat sich jedoch aus einer Underground- und Alternativbewegung entwickelt, und einige Techno-Enthusiasten kritisieren die Versuche von großen, kommerziellen Akteuren, von dieser Szene zu profitieren.
Die Ironie, dass ein Unternehmen wie Tesla versucht, sich in die Technoparty-Szene einzubringen, ist den Berlinern nicht entgangen.
Ein beliebtes Instagram-Konto, Berlinclubmemes, veröffentlichte eine Reihe von Memes zur Cluberöffnung, die sich überwiegend darüber lustig machen, dass der Club voller Technikarbeiter sein könnte.
In einem Kommentar zum Post schrieb der in Berlin ansässige Künstler Adam Ghebremichael (@kang_mesmer): „Wenn der erste Ort, an dem du einen Club ankündigst, LinkedIn ist, dann ist es definitiv kein Club, den man besuchen möchte“.
Ein anderer Kommentator aus Berlin (@patywapor) antwortete: „Berlin Horror-Story Staffel 1“.
Ein weiterer Kommentar deutete an, dass Hamster ein „Club sei, von dem man sich freuen würde, abgewiesen zu werden“.
Sogar Techno-Begeisterte aus der Ferne beteiligten sich. Truncate (@truncate_la), ein Technokünstler aus Los Angeles, fragte sich: „Wer wird der erste ‚Berlin Techno‘ DJ sein, den sie buchen „.
Andere Kommentatoren erinnerten sich an die Zeit, als Elon Musk angeblich vom berühmten Berliner Club Berghain abgewiesen wurde – eine Behauptung, die weit verbreitet und später von Musk dementiert wurde, der behauptete, er habe „den Eintritt verweigert“.
Die Idee eines Clubs bei Tesla wurde bereits 2020 angedeutet, im Vorfeld der Eröffnung der deutschen Fabrik, als Musk schrieb: „Tesla sollte eine mega Rave-Höhle unter der Berliner Gigafactory haben.“
Kann eine Cluberöffnung Teslas Image verbessern?
Die Eröffnung von Hamster kommt zu einer Zeit, in der Tesla zunehmend kritisiert wird, eine Entwicklung, die das Unternehmen gerne aus den Schlagzeilen halten würde.
Lokal stieß der Plan des Unternehmens zur Erweiterung seiner Berlin-Brandenburg Gigafactory auf Widerstand von Anwohnern und Klimaaktivisten, die sich insbesondere um die Wasserauswirkungen sorgen.
Im Mai genehmigte ein lokaler Rat die Expansionspläne von Tesla trotz eines Referendums der Anwohner, die den Schritt nur Wochen zuvor abgelehnt hatten.
Auch in Schweden streiken seit Oktober Tesla-Mechaniker, was zum längsten Arbeitskonflikt im Land seit den 1940er Jahren geworden ist. Die streikenden Arbeiter behaupten, Tesla würde Gewerkschaftsbekämpfungstaktiken anwenden.
Bisher hat sich das Unternehmen geweigert, kollektive Verhandlungen zu führen, was in Schweden ebenso wie in Deutschland üblich ist.
Bedenken hinsichtlich der gewerkschaftsfeindlichen Haltung von Tesla haben dazu geführt, dass sich Dutzende verschiedener schwedischer Gewerkschaften solidarisch gezeigt haben, und sich sogar Gewerkschaften in Dänemark und Deutschland beteiligten.
Beispielsweise hat IG Metall, die größte Metallarbeitergewerkschaft in Deutschland, Berichten zufolge mehr als tausend Tesla-Mitarbeiter dazu gebracht, sich zu möglichen Gewerkschaftsaktionen zu verpflichten.
Deutsche Nachrichtenagenturen wie RTL und Stern berichteten ebenfalls über Sicherheitsprobleme in der Tesla-Fabrik, bei denen täglich Unfälle passieren und Arbeiter schwere Verletzungen erleiden.
Tesla hat zu diesen Feststellungen keinen Kommentar abgegeben.
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.