Weiße Feder & Hirschjagd: Lana kocht, ihr Mann erzählt!

Februar 28, 2026

Lana Del Rey

In „White Feather Hawk Tail Deer Hunter“ verwendet Lana Del Rey eine Probe von Ella Fitzgeralds kritischem Lied über die Ehe und verwandelt es in eine romantische Vision. Mitgeschrieben hat unter anderem ihr Ehemann.

Die neueste Single von Lana Del Rey, „White Feather Hawk Tail Deer Hunter“, sorgt wieder für Gesprächsstoff. Laut den Songcredits haben ihr Ehemann Jeremy Dufrene sowie ihre Schwester und ihr Schwager am Lied mitgewirkt. Dies wirft einige Fragen auf, nicht nur aufgrund der ungewöhnlichen Konstellation der Mitautoren, sondern auch wegen des thematischen Inhalts des Songs. Lana Del Rey thematisiert darin erneut Americana-Elemente, ländliche Maskulinität und traditionelle Beziehungsmuster, die sie seit Jahren in ihrer Kunst aufgreift.

Bereits der Titel des Songs ist eine Verdichtung dieser Ästhetik: Weißes Feder, Falkenschwanz, Hirschjäger – Natur, Jagd, Reinheit, Stärke. Passend dazu sind Zeilen wie „He likes to push me on this green John Deere mower“, die das Bild einer ländlichen Idylle mit subtiler Erotik verknüpfen.

Verwirrende Mitautorenschaft

Textzeilen wie „I know you wish you had a man like him, it’s such a bummer“ und „I know it’s strange to see me cooking for my husband, but it’s positively voodoo“ heizen die Diskussion weiter an. Spielt Lana Del Rey hier mit traditionellen Rollenbildern oder inszeniert sie bewusst eine nostalgische Ehephantasie? Ihre Werke sind bekannt für diese Ambivalenz: Zwischen Nostalgie, Provokation und Selbstinszenierung bleibt stets ein Spielraum für verschiedene Interpretationen.

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Die Autorenschaft gibt allerdings zu denken. Wenn ihr Ehemann und sein Bruder tatsächlich an den Texten mitgearbeitet haben, stellt sich die Frage: Wessen Stimme hören wir hier? Wer schreibt Zeilen wie „I love my daddy, of course, we’re still together“ – Lana Del Rey selbst oder zwei Männer, die versuchen, weibliche Perspektiven darzustellen? Die Offenlegung von ehelichen Dynamiken, Rollenbildern und persönlichen Bezügen in einer familiären Co-Autorenschaft ist zumindest ungewöhnlich. Noch merkwürdiger erscheint es, wenn der Schwager beteiligt ist und ihr Ehemann möglicherweise über sich selbst mitschreibt.

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Von „Laura“ zu Lana

Musikalisch bezieht sich der Song stark auf den Jazzstandard „Laura“, der Titelsong des gleichnamigen Film-Noir-Klassikers ist. Der Background-Track sampelt eine Aufnahme von Ella Fitzgerald aus dem Jahr 1964. Das Stück wurde ursprünglich von David Raksin für den Film komponiert, und Johnny Mercer fügte später den Text hinzu, die beide von Lana Del Rey korrekterweise in den Credits genannt werden.

Zudem könnte Lana Del Reys Gebrauch des Ausdrucks „whoopsie-daisy“ eine ironische Anspielung auf das Lied „Making Whoopee“ sein, das von Walter Donaldson komponiert und ebenfalls von Ella Fitzgerald interpretiert wurde. Das Original ist ein humorvoll-kritischer Song über Ehe, Ernüchterung und Scheidung – eine Warnung vor den Tücken des Ehelebens. „White Feather Hawk Tail Deer Hunter“ transformiert diese Bedeutungsebene: Aus der warnenden Jazz-Ballade wird eine romantische Verklärung.

Lana Del Rey bleibt ihrer Linie treu: Vintage-Referenzen, amerikanische Mythen, Ehefantasien und Selbstinszenierung dominieren weiterhin ihr Werk.

Leah-Lou Blank schreibt für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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