Die 200-jährige Jubiläumsfeier der Museumsinsel Berlin und Marion Ackermann, die zukünftige Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, spricht über die kulturelle Vielfalt Berlins.
Die Museumsinsel in Berlin feiert ihr 200-jähriges Jubiläum. Marion Ackermann übernimmt ab dem 1. Juni 2025 als Präsidentin die Leitung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), zu der auch die Museen der Museumsinsel gehören. Die Museumsinsel, bestehend aus dem Alten Museum, dem Neuen Museum, der Alten Nationalgalerie, dem Bode-Museum, dem Pergamonmuseum und der James-Simon-Galerie, ist seit 1999 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Ein Gespräch über neue Perspektiven, Zielgruppen und Berlin als Kulturmetropole.
Frau Ackermann, was macht die Museumsinsel so besonders?
Die unglaublichen Sammlungen von der Prähistorie bis zum frühen 19. Jahrhundert, die ikonischen Museumsgebäude, die hundert Jahre Architekturgeschichte widerspiegeln – und der Ort selbst. Die Museumsinsel ist als Gesamtkunstwerk wunderschön. An einem Sonntagabend entlang der Säulen zu schlendern oder die Museen sich im Wasser spiegeln zu sehen, bietet einen Moment der Ruhe mitten im Herzen der Stadt.
Was erwartet die Besucher im Jubiläumsjahr?
Es ist nicht nur ein Jubiläumsjahr, es ist ein Leuchtturmjahr! Vor 200 Jahren wurde der Grundstein für das Alte Museum gelegt, daher steht dieses Gebäude im Mittelpunkt der Feierlichkeiten 2025. Neben großen Sonderausstellungen wird es ein Programm geben, vor allem im Bereich Bildung und Vermittlung. Wir öffnen die Insel für die Stadt und möchten neue Besuchergruppen erreichen. Bis 2030 wird jedes Jahr ein weiteres Gebäude im Rampenlicht stehen – 2027 ist das Pergamonmuseum an der Reihe. Das wird sicherlich spektakulär.
Die kulturelle Vielfalt Berlins ist außergewöhnlich.
Berlin ist international bekannt für seine Kunst- und Kulturszene. Was zeichnet die Stadt als Kulturhauptstadt aus?
Die enorme Bandbreite – nicht nur bei den Museen. Theater, Tanz, Musik, Open-Air-Veranstaltungen, Hochkultur, Galerien, die Kreativwirtschaft. Diese Vielfalt ist außergewöhnlich. Aber sie findet sich auch in anderen Bereichen Berlins, das darf man nicht vergessen: Die großen Universitäten und Forschungseinrichtungen sind ebenso wichtig für die Stadt, für die vielen jungen Menschen, die deshalb hierher kommen.
Was ist Ihr Lieblingsort auf der Museumsinsel?
Es gibt viele. Und sie ändern sich, denn man entdeckt immer wieder etwas Neues. Ob das Bode-Museum, in dem man sich fast verlieren kann, oder das Café der James-Simon-Galerie mit einem großartigen Blick auf den Lustgarten und das Humboldt Forum.
Über die Person
Marion Ackermann studierte Kunstgeschichte, deutsche Philologie und Geschichte. Sie promovierte 1995 in Göttingen mit einer Arbeit über Wassily Kandinsky. Ab 2003 leitete sie das Kunstmuseum Stuttgart und von 2009 an die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Seit 2016 war sie Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), gegründet 1957, umfasst 25 Museen, Bibliotheken, Archive und Forschungsinstitute. Ihre Sammlungen dokumentieren die kulturelle Entwicklung der Menschheit von den Anfängen bis zur Gegenwart, in Europa und auf anderen Kontinenten. Mit etwa 2000 Mitarbeitern ist die Stiftung der größte Arbeitgeber im Kulturbereich in Deutschland. Der Sitz der SPK befindet sich in Berlin.
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Lena Hoffmann ist eine Kulturjournalistin mit Leidenschaft für Theater, Literatur und alternative Kunstformen. Seit 2018 berichtet sie für Inside-Reeperbahn.de über Hamburgs kulturelle Szene und bringt dabei authentische Stimmen, neue Perspektiven und kreative Ausdrucksformen zum Vorschein.