Fachwerkfassaden in voller Pracht: Historische Architektur zeigt sich von ihrer schönsten Seite

Juni 15, 2025

Splendeur des colombages : quand l'histoire revêt ses plus beaux atours

Bunte Fassaden, schiefe Giebel, Holzbalken, goldene Inschriften, Verzierungen und Skulpturen: Einige Fachwerkhäuser sind wahre Kunstwerke und prägen mit ihrem Charme ganze (Alt-)Städte.

Tübingen: Historische Gassen und jugendliches Flair

In Deutschland liegt das Durchschnittsalter bei 44,5 Jahren, in Tübingen am Neckar jedoch nur bei 40 Jahren. Dies macht die Stadt zu einer der jüngsten im Land. Der Grund dafür ist, dass fast ein Drittel der Einwohner Studierende sind, die meisten davon an der über 540 Jahre alten Eberhard Karls Universität, einer der ältesten Universitäten Europas. Auch viele der farbenfrohen Gebäude der Altstadt sind Jahrhunderte alt. Besonders beliebt bei Fotografen ist das vierstöckige Rathaus im Renaissancestil mit seinen farbigen Sgraffiti auf der Außenfassade und der kunstvollen astronomischen Uhr sowie der Neptunbrunnen auf dem Marktplatz. Umgeben ist es von zahlreichen reizvollen Fachwerkhäusern, insbesondere in den umliegenden Gassen, wie dem großen Nonnenhaus nahe den Stadtgräben oder dem 800 Jahre alten Stiefelhof. Um das Schloss Hohentübingen und die Ufer des Neckars zu bewundern, müssen Sie allerdings einige Meter (nach oben) gehen. Aber wie man sagt, hält Bewegung jung!

Quedlinburg: Fachwerkmetropole und lebendiges Weltkulturerbe

Die ehemalige königliche Residenz und Hansestadt am Nordostrand des Harzes blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück. Die kostbaren Gegenstände im Domschatz zeugen noch heute von der Pracht des ottonischen Kaiserhauses. Doch der größte Schatz dieser kleinen Stadt in Sachsen-Anhalt sind die über 2000 gut erhaltenen Fachwerkbauten aus dem 14. bis 19. Jahrhundert. Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es eine solche Dichte an Fachwerkhäusern! Der Blick auf die Altstadt von der Stiftskirche St. Servatius auf dem Schlossberg bietet einen ausgezeichneten Überblick, genauso wie ein Spaziergang durch die gepflasterten Gassen. Es fühlt sich an, als würde man durch ein lebendiges Museum gehen: Die Häuser stehen sehr nah beieinander, und manche Schilder berühren fast die Fassaden. Weinranken klettern über alte Mauern, in denen kleine Läden und Cafés untergebracht sind. Eine Atmosphäre, die fast kitschig wirkt, aber unbedingt erlebenswert ist!

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Bielefeld: Geschichte im Grünen

„Bielefeld gibt es nicht.“ Der satirische Verschwörungsscherz löst heute im Nordosten Nordrhein-Westfalens kaum noch Reaktionen aus. Die Eingeweihten wissen jedoch, dass die Stadt am Fuße der imposanten Sparrenburg viel zu bieten hat. So beherbergt das Gelände der ehemaligen Ravensberger Spinnerei, einst europäischer Spitzenreiter im Flachsspinnen, heute Museen, ein Kino und Freiflächen, während der ehrwürdige Waldhof zeitgenössische Ausstellungen des berühmten Kunstvereins präsentiert. Geschichtsinteressierte werden die Fachwerkhäuser rund um den alten Markt im Herzen der Altstadt zu schätzen wissen. Der Platz besticht durch seine beeindruckenden Bauten und historischen Fassaden, wie die Lampe Bank. Das Crüwell-Haus mit seinen 7.000 Delfter Fliesen ist ein Wunder der Weserrenaissance. Im Herzen von Bielefeld bedeckt der herrliche Teutoburger Wald etwa ein Fünftel der Stadtfläche. Das gibt es nirgendwo sonst!

Celle: Ein Schatzkästchen voller Fachwerk

Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich die Fachwerkhäuser entlang der Straßen der Altstadt von Celle in Niedersachsen, die auch als „südliches Tor zur Lüneburger Heide“ bekannt ist. Hier können Sie über 500 dieser meist aufwendig restaurierten und denkmalgeschützten Häuser bewundern, die ein harmonisches Stadtbild formen und eines der größten Fachwerkensembles der Welt darstellen. Die besonders alten Häuser haben noch Durchgänge zum Hof, durch die die „Bürger-Bauern“ von Celle einst ihre Ernte einfuhren. Viele dieser mittelalterlichen Gebäude beherbergen heute Geschäfte, Cafés und Restaurants. So können Sie architektonische Wunder wie das Hoppener Haus aus dem Jahr 1532 und die alte Lateinschule in der reizvollen Kalandgasse nicht nur von außen bewundern, sondern auch betreten. Verpassen Sie auch nicht den nahegelegenen französischen Garten und das unverzichtbare Schloss Celle, erbaut im Stil der Renaissance und des Barocks.

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