Märchenhafte Städte: Auf den Spuren der Brüder Grimm!

Juni 9, 2025

Villes de contes de fées : sur les traces des frères Grimm

Wenn Sie die Deutsche Märchenstraße von Hanau nach Bremen bereisen, begeben Sie sich auf eine fabelhafte Reise durch märchenhafte Kulissen, auf den Spuren der Gebrüder Grimm und ihrer Figuren. Doch einige Städte öffnen auch die Seiten anderer Geschichten…

Hameln: Renaissance-Perle an der Weser

Hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen. Der Turm, von dem Rapunzel ihr Haar herabließ. Das Schloss, in dem Dornröschen hundert Jahre schlief: Viele berühmte Orte aus den Märchenbüchern existieren nicht nur in der Literatur, sondern auch im echten Leben, oder zumindest in sehr ähnlichen Varianten. Eingebettet in die sanften Hügel des Weserberglandes, Schauplatz des „Rattenfängers von Hameln“, existiert die Stadt Hameln tatsächlich. Falls Ihnen die Geschichte nicht mehr ganz geläufig ist, etwa 70 Schauspieler werden Ihnen während der wöchentlichen Freiluftaufführungen des Rattenfängerspieles auf die Sprünge helfen. Es heißt, dass die Kinder die Stadt tatsächlich im Jahr 1248 verlassen haben. Dreimal täglich können Sie eine Darstellung dieses Ereignisses am westlichen Giebel des historischen Rathauses bewundern, humorvoll inszeniert im Musical „Rats“. Generell ist es eine Freude, durch die Altstadt zu schlendern, mit ihren verwinkelten Gassen, belebten Einkaufsstraßen und den prächtigen Renaissancegebäuden der Weser. Ein besonderes Juwel ist das Haus des Rattenfängers aus dem Jahr 1602.

Marburg: Auf den Spuren des Grimm-Pfades

15 Stationen, 109 Höhenmeter und 282 Stufen: Zahlen, die auf den ersten Blick nichts mit Märchen zu tun haben. Doch Märchenfans in guter körperlicher Verfassung können auf dem Grimm-Dich-Pfad in Marburg an der Lahn ihre sportliche Seite entdecken. Der Grimm-Dich-Pfad führt über zweieinhalb Kilometer und bietet sportliche Aktivitäten kombiniert mit einer Entdeckungstour durch die Märchenwelt der Grimms. Von Hänsel und Gretel bis zu Schneewittchen, der Künstler Pasquale Ippolito hat lebensgroße Figuren geschaffen, die über die gesamte Altstadt verteilt sind. Der Charme der Stadt liegt jedoch nicht nur in der Enge und dem spektakulären Gewirr der alten Fachwerkhäuser, sondern auch im steilen Anstieg zur Burg der Landgrafen. Die Universitätsstadt, gegründet 1527, hat eine lebendige Studentenszene. Wie das Sprichwort sagt: „Andere Städte haben eine Universität, Marburg ist eine Universität.“

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Kassel: Ein Märchenreich voller Grün

Im Norden Hessens gelegen, ist Kassel nicht nur als Stadt der documenta und UNESCO-Weltkulturerbe bekannt, sondern auch als Hauptstadt der „Märchenstraße“. Warum? Hier lebten die Brüder Grimm fast 30 Jahre lang und sammelten viele ihrer „Kinder- und Hausmärchen“, das weltweit meistgelesene Buch in deutscher Sprache und Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes. Die Originalmanuskripte sind in der Grimmwelt ausgestellt, einem fünfstöckigen Gebäude, das 2015 eröffnet wurde. Dort erfahren Besucher in moderner, multimedialer Aufbereitung mehr über Leben und Werk der Grimms, unterstützt von internationalen Künstlern wie Ai Weiwei und Ecke Bonk. Doch das ist noch nicht alles: Kassel lädt auch zum Grimm Festival ein, bietet Grimm-Pralinen an und hat thematische Wanderwege und spezielle Touren, die oft zur Brüder-Grimm-Platz führen, wo ein Denkmal die berühmten Brüder ehrt.

Bremen: Die Stadtmusikanten in allen Facetten

Der Esel unten, darüber der Hund, die Katze und ganz oben der Hahn: Dieses Quartett ist weltweit als die „Bremer Stadtmusikanten“ bekannt. In ihrer Heimatstadt sind sie allgegenwärtig. Ein echtes Denkmal in Form einer Bronzeskulptur wurde zu ihren Ehren nahe dem Rathaus und dem Roland, den Hauptattraktionen dieser über 1.200 Jahre alten Hansestadt an der Weser, errichtet. Zusätzlich wird ihre Geschichte einmal pro Woche im nahegelegenen Domshof in einem kostenlosen, lebensgroßen Live-Spektakel erzählt. Ein weiteres Kapitel ihrer Geschichte findet sich im Haus der Bremer Geschichten im lebhaften, ältesten Stadtteil Schnoor. Sie zieren auch den Brunnen der sieben Raubtiere im Handwerkerhof der Böttcherstraße, der mit seinem Mix aus Art-Deco und expressionistischem Backsteinbauwerk besonders charmant ist. Eine düsterere Interpretation können Besucher in der Kunsthalle Bremen erleben: eine Skulptur aus vier übereinandergestapelten Tiergerippen.

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