Wissenschaftszentrum: Wo Spielen Wissen Schafft!

Mai 22, 2025

Centre des sciences : là où le jeu crée la connaissance

Interaktion statt bloßer Präsentation, eigene Erfahrungen statt nur Schaufenster und Werbetafeln – das ist das Prinzip der Wissenschaftszentren. Ein Meter hohe Feuertornados und faszinierende Schattenspiele begeistern hier nicht nur Kinder.

Phæno Wolfsburg: Bildung auf allen Ebenen

Seit 2005 beheimatet Wolfsburg den vielleicht spannendsten Experimentierraum Europas am Rande der Autostadt: das Phæno. Auf einer Fläche von 9.000 Quadratmetern erstreckt sich dieses größte deutsche Wissenschaftszentrum. Während Architekturliebhaber das von Stararchitektin Zaha Hadid entworfene Beton- und Stahlgebäude bewundern, das von der Zeitung „Guardian“ als eines der zwölf bedeutendsten modernen Gebäude weltweit gelobt wird, sind die meisten Besucher, vor allem jüngere, bereits im Inneren vertieft. In einer Landschaft, die mit Kratern, Terrassen, Plateaus und Höhlen durchsetzt ist, laden rund 350 frei zugängliche, teils von Künstlern entworfene Experimentierstationen dazu ein, Knöpfe zu drücken und Versuche zu wagen. Phänomene wie Nebel- und Wolkenbildung, Magnetismus, Schwerkraft, Licht und Schatten, Elektrizität und Ton können hier hautnah erlebt werden. Der Roboter „Robo“ steht besonders im Mittelpunkt. Auch die Spiegelausstellungen und das „Hexenhaus“ erfreuen sich großer Beliebtheit. Übrigens: Wer sich – beispielsweise von der größten Feuertornade der Welt, die über sechs Meter hoch ist – besonders inspirieren lässt, kann sein Wissensdurst auch in mehreren praktischen Laboren stillen.

Universum Bremen: Kosmisch in der Riesenmuschel

Macht Schokolade wirklich glücklich? Was ist eine Camera Obscura? Diese Fragen beantwortet das Universum Museum in Bremen. Vor allem aber zeigt es, wie ein cooles Museum im 21. Jahrhundert aussehen kann. 2015 wurde es mit einem völlig neuen Konzept wiedereröffnet und begeistert seitdem Groß und Klein schon von außen mit seiner Architektur, die an eine Mischung aus Wal und riesiger Muschel in Silber erinnert. 40.000 Edelstahlschindeln sorgen für blendende Effekte, selbst bei Nacht. Im Inneren setzt sich die Pracht fort, wo Besucher entlang von Themen von der Erdmitte über die Oberfläche bis in den Weltraum wandern, sogar durch einen begehbaren Uterus, vorbei an etwa 300 praktischen Stationen zu den Themen Menschheit, Erde und Kosmos. In der Erdbebenhalle etwa zittern die Wände auf Knopfdruck, und an anderer Stelle werden Schatten auf weißen Flächen gefangen. Auf 5.000 m2 im Außenbereich begeistert der „Entdeckungspark“ mit weiteren praktischen Stationen zum Thema Bewegung und außergewöhnlichen Landschaftselementen. Über allem thront der 27 Meter hohe „Turm der Himmel“, der sich selbst verdreht und begehbar ist.

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Odysseum Köln: Bildung? Unterhaltung? Sport? Alles in einem!

Neuer Eigentümer, neues Konzept, neue Attraktionen: Nach langen Diskussionen über die Zukunft des Wissenschaftszentrums auf dem Gelände einer ehemaligen Chemiefabrik, feierte das Odysseum 2021 sein Comeback. Die Ausrichtung des „Abenteuermuseums“ hat sich geändert: weniger Schulwissen, mehr Spaß und Spiele, mehr Indoor-Spielplätze und ein breiteres Publikum, einschließlich Kleinkinder und Großeltern. Neben einigen visuell und räumlich überarbeiteten Angeboten, wie dem „Museum mit der Maus“, einer Hommage an die beliebte Kindersendung, sowie der Rollschuhbahn „Roll and Move“, der Schwarzlicht-Spielhalle und der umfangreichen Puzzle- und Bauzone, gehört die preisgekrönte Spielplattform „SisyFox“ zu den neuen Attraktionen. Das Besondere? Der Controller ist eine kugelförmige, medizinballgroße Sphäre, die durch erhebliche Kraftanstrengung bewegt werden muss. Weitere Stationen, wie die virtuelle „Spree Arena“ und die dreidimensionale „Street Art Gallery“, fordern ein besseres Verständnis für Technologie, da sie analoge und digitale Erfahrungen verbinden.

Mine-Museum F60: Was für ein Gigant!

11.000 Tonnen, 80 Meter hoch, 204 Meter breit und ein halber Kilometer lang. Im Süden Brandenburgs ruht ein wahrer Riese, auch „die liegende Eiffelturm der Lausitz“ genannt. Obwohl die größte mobile Maschine der Welt seit 1992 nicht mehr bewegt wurde, hat sie seitdem viele Besucher angezogen. Das ehemalige Förderbrücken-Bagger F60, gelegen am Bergheider See südöstlich von Finsterwalde, bietet spannende Einblicke in die Geschichte des Braunkohleabbaus und einen atemberaubenden Blick über die Lausitzer Seenlandschaft. Es ist besonders beeindruckend, den Guides – ehemaligen Bergarbeitern – zuzuhören. Um jedoch die Aussicht voll zu genießen, die bei gutem Wetter bis zur Sächsischen Schweiz reicht, muss man den etwa 1,3 Kilometer langen Rundweg verlassen und bis zur Aussichtskabine in 74 Metern Höhe aufsteigen. Der Weg (sicher) lohnt sich. Als Highlight können Adrenalinjunkies das Abseilen wagen. Einige besondere Veranstaltungen, wie Konzerte oder Nachtführungen, bei denen der F60 durch Licht- und Soundinstallationen des Künstlers H.P. Kuhn in Szene gesetzt wird, sind spektakulär, aber weniger schweißtreibend!

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