Deutschland kämpft gegen das Virus: Neue Initiative zur Belebung der Kultur!

Dezember 4, 2025

Germany strives to kickstart culture in a world blighted by virus

Die Musikerin Cristina Gomez Godoy wirft einen aufgeregten Blick auf die von Blättern umgebene Bühne, auf der sie zum ersten Mal seit drei Monaten vor Publikum auftreten wird.

„Ich bin tatsächlich nervös“, sagte die 30-jährige Oboistin, die Mitglied des Staatskapelle Orchesters in Berlin ist. Seit Konzerthallen im März geschlossen wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu kontrollieren, konnte das Orchester nicht live auftreten.

Gomez und vier Kollegen stimmen ihre Instrumente für ein kurzes Konzert im Innenhof eines Berliner Wohngebäudes ab, begleitet vom Summen der Bienen und vor einer Kulisse von herabfallendem Efeu an den Wänden.

Diese Vorstellung zeigt, wie Kunstorganisationen in ganz Deutschland kreativ denken müssen, während sie versuchen, in einer Welt, in der sie mit dem Coronavirus koexistieren müssen, wieder in Gang zu kommen.

„Es ist ein Vergnügen für uns Musiker, wieder zusammen zu spielen, trotz des kleineren Formats, und ich denke, das Publikum wird es auch genießen“, sagte Gomez.

Der Hof bietet nur Platz für eine Handvoll sozial distanzierte Zuschauer, während die Bewohner der oberen Stockwerke die besten Plätze genießen, entspannt auf Fensterbänken sitzend, mit Bieren in den Händen.

 

Ursula Dyckhoff, 77, wohnt in einer Wohnung im ersten Stock. „Es war wunderbar, sowohl die Akustik als auch die Aussicht“, sagte sie nach dem Konzert.

Begrenztes Publikum

Bibliotheken, Museen und Kunstgalerien durften in Deutschland bereits im April wieder öffnen, und die Regierung veröffentlichte im Mai Richtlinien, die darauf abzielten, den Rest des Kultursektors zumindest teilweise wieder in Betrieb zu nehmen.

Doch es bleiben viele Herausforderungen, insbesondere für Theater, Konzerthallen, Opernhäuser und Kinos.

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Die Richtlinien beinhalten eine Begrenzung der Zahlen und die Gewährleistung eines Abstands von 1,5 Metern zwischen allen, was bedeutet, dass Auditorien nur Platz für einen Bruchteil ihrer normalen Besucherzahlen bieten werden.

Die Volksbühne Berlin startete ihre Saison 2020/21 Mitte Juni mit dem Vorbehalt, dass die Kapazität im Auditorium auf nur noch 130 von den üblichen 800 gesenkt wird.

In Österreich hat die Wiener Staatsoper ihre Aufführungen für jeweils nur 100 Zuschauer wieder aufgenommen, verglichen mit 1700 an einem normalen Abend.

Das Salzburger Festspiel wird diesen Sommer ebenfalls stattfinden, allerdings mit einem um etwa die Hälfte reduzierten Repertoire und beschränkt auf einige ausgewählte Spielstätten.

 

Auch die Künstler müssen sozial distanziert bleiben, was bedeutet, dass weniger von ihnen auf der Bühne stehen – schlechte Nachrichten insbesondere für freischaffende Künstler, die bereits während der Pandemie massive Einkommensverluste hinnehmen mussten.

Die Berliner Philharmoniker boten Anfang Mai einen ersten Einblick, wie Orchesterkonzerte in Innenräumen in einer post-lockdown Welt aussehen könnten, mit einem sozial distanzierten Konzert, das nur 15 Musiker umfasste.

Dank großzügiger staatlicher Förderung sind deutsche Kunstorganisationen besser in der Lage, mit den reduzierten Einnahmen aus Ticketverkäufen umzugehen als viele ihrer europäischen und internationalen Kollegen.

Aber auch sie sagen, dass sie so nicht ewig weitermachen können.

Rettungspaket

Die Regierung hat ein Rettungspaket in Höhe von einer Milliarde Euro für den Kultursektor angekündigt, mit gezielter Hilfe für Einrichtungen wie Theater und Kinos, die stärker auf eigene Einnahmen angewiesen sind.

Aber Kritiker sagen, das sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

„Dies… zeigt den Wert der Kultur, zum Beispiel im Vergleich zu der neun Milliarden Euro schweren Subvention für eine Fluggesellschaft“, sagte Berlins Kulturbeauftragter Klaus Lederer, in Anspielung auf ein staatliches Hilfsangebot für die deutsche Lufthansa.

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Einige Orchester und Theatergruppen, wie das Deutsche Theater und das Berliner Ensemble, haben sich vorerst auf Aufführungen im Freien verlegt.

Die Deutsche Oper hat in einem Parkhaus gespielt, und das Deutsches Symphonie-Orchester Berlin trat sogar auf dem Oberdeck eines Busses auf.

 

Aber sie blicken einer ungewissen Zukunft entgegen, wenn der Winter auf den Sommer folgt.

Wie bei der Aufhebung anderer Lockdown-Maßnahmen werden spezifische Regeln und Daten für die Wiedereröffnung von Kulturorten je nach Bundesland unterschiedlich sein, die das letzte Wort darüber haben, was erlaubt ist und wann.

Der Deutsche Orchesterverband (DOV) fordert, dass Konzerte in ganz Deutschland so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden.

„Für freischaffende Musiker geht es dabei… ums nackte Überleben“, sagte DOV-Chef Gerald Mertens.

„Kleinere Formationen, insbesondere in Kirchen, kleineren Veranstaltungsorten und im Freien, sollten so bald wie möglich wieder auftreten dürfen.“

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