Berlin-Fiaskos enthüllt: Neues Buch katalogisiert Hauptstadt-Misserfolge

März 15, 2026

Die spektakulären Fehlschläge Berlins

Von einer katastrophalen Weltausstellung im Jahr 1892 bis hin zum jüngsten Desaster um einen neuen Flughafen kann Berlin eine beeindruckende Reihe von spektakulären Misserfolgen vorweisen. Die Autorin Cornelia Tomerius hat diese umfangreiche Geschichte der Fehlschläge in einem neuen Buch liebevoll dokumentiert.

Es ist nur der neueste Trend im gutmütigen „Berlin-Bashing“, das sich auf alles Mögliche konzentrieren kann, von ineffizienten Vorortzügen der S-Bahn bis hin zu massiven Baufehlern. Seitdem der Skandal um die Eröffnung eines neuen Flughafens in Berlin bekannt wurde, haben Hobbyhistoriker begonnen, Beispiele für weitere Misserfolge in der Stadt zusammenzutragen.

Ein wörtlicher Reinfall datiert aus dem Jahr 1892, als Kaiser Wilhelm II es ablehnte, eine Handelsmesse in der Stadt auszurichten, mit den Worten: „Eine Ausstellung wird es nicht geben, wie die Berliner selbst sagen würden.“ Er wurde jedoch eines Besseren belehrt, als die Messe trotzdem stattfand, einschließlich einer riesigen falschen Pyramide. Doch es regnete an 120 von 165 Tagen, und die Show war ein Flop.

Laut der Autorin von Ach du dickes B. Eine Berliner Pleitengeschichte (Oh du Berlin, eine Geschichte des Scheiterns) sind „Pleiten, Pech und Pannen Teil des Lebensbluts von Berlin.“

Im Echo auf Kaiser Wilhelm bietet Tomerius eine moderne Bewertung: „Der Flughafen wird nicht sein, die Olympischen Spiele werden nicht sein, das Riesenrad wird nicht sein.“

Ein amüsantes Beispiel für „Berlin-Bashing“ ist der Vergleich des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, der das Dach des Hauptbahnhofs der Stadt mit einer zu kurzen Wurst verglich. Hinzu kommt das spektakuläre finanzielle Scheitern des Hochhauses bekannt als „Steglitzer Kreisel“ und die gescheiterten Pläne für einen Magnetschwebebahnzug nahe dem Potsdamer Platz, und man hat einige goldene „Berlin-Bashing“-Materialien.

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Es gibt auch Geschichten von Kuriositäten. Laut seiner Mutter weigerte sich der Berliner Bordellbesitzer Otto Schwanz, dessen Name als „Otto Penis“ übersetzt wird, trotz seiner Beteiligung an einem Bauprojektskandal, seinen Namen zu ändern.

Kritiker haben Tomerius‘ Buch als Darstellung der „Schönheit des Scheiterns“ beschrieben. Es wäre das perfekte Buch für den Flughafen, wenn nur das massive Projekt Berlin-Brandenburg nicht so spektakulär gescheitert wäre…

DPA/The Local/kkf

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