Dieses Wochenende verwandeln sich die Hallen des ehemaligen Flughafens Tempelhof wieder in einen Treffpunkt für Kreative: Das DMY International Design Festival beginnt an diesem Mittwoch und bringt mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt nach Berlin. Für Besucherinnen und Besucher lohnt sich ein Blick – das Programm zeigt aktuelle Tendenzen in Materialforschung und digitaler Produktion und macht deutlich, wie Design unseren Alltag verändert.
In den weitläufigen Hangars treffen experimentelle Entwürfe und marktreife Produkte aufeinander: von Möbeln aus geformtem Metall über Stühle, die textile Techniken nutzen, bis zu robotischen Prototypen. Die Bandbreite reicht von studentischen Ansätzen bis zu etablierten Studioarbeiten.
Die Auswahl der Aussteller übernahm eine Jury, in der bekannte Berliner Gestalter sitzen. Ihr Urteil prägt das Spektrum der präsentierten Arbeiten und setzt damit Signale für die Branche.
Schwerpunkte und internationale Beiträge
Dieses Jahr rücken insbesondere Projekte rund um digitale Medien und neue Fertigungsverfahren in den Fokus. Zusätzlich gibt es Sonderpräsentationen aus Städten und Preisen wie Wien, der Schweiz, Buenos Aires und Seoul, die das Programm international aufspannen.

Die Ausstellung will nicht nur ästhetisch überzeugen, sondern auch zeigen, welchen praktischen Nutzen gutes Design für Nutzerinnen und Nutzer haben kann: Produkte, die Barrieren reduzieren, Abläufe vereinfachen oder einfach besser in den Alltag passen.
Begleitend zum Ausstellungsbetrieb stehen Workshops und ein Symposium auf dem Programm, dazu ein vielfältiges Veranstaltungsangebot am Abend – Netzwerken und Austausch sind zentraler Bestandteil des Festivals.
- Ort: Tempelhof, Zugang über U‑Bahn Platz der Luftbrücke
- Eröffnung: Mittwoch, 9. Juni, 20:00 Uhr
- Eintritt: 10 Euro
- Dauer: Eröffnet am Mittwoch und läuft bis Sonntag
- Highlights: Hydroformed-Metallmöbel, textile Sitzlösungen, robotische Entwürfe, internationale Pavillons
Wer sich gezielt vorbereiten möchte, sollte sich Zeit für die unterschiedlichen Reihen nehmen: Die experimentellen Installationen fordern oft längere Betrachtung, während Produktstände schnell einen Überblick über Trends liefern.
Was Besucher mitnehmen können
Abgesehen von der unmittelbaren Schau bietet DMY Inspiration für Designerinnen und Designer, Händler und Konsumentinnen gleichermaßen: Welche Materialien könnten in Produktionsprozessen relevant werden? Welche digitalen Werkzeuge verändern Entwurf und Fertigung? Antworten darauf finden sich häufig direkt an den Ständen.
Die Stimmung vor Ort bleibt typisch urban: rauere, improvisatorische Orte treffen auf sorgfältig gestaltete Exponate. Das Nebeneinander aus offener Werkstattatmosphäre und professioneller Präsentation macht den Reiz der Veranstaltung aus.
Praktisch: Tempelhof ist per U‑Bahn gut erreichbar, es empfiehlt sich, Taschengröße und Laufwege einzuplanen – die Flächen sind groß, die Aussteller zahlreich.
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.