Doja Cat diskutiert ihre Borderline-Störung, thematisiert impulsives Verhalten und fordert ein besseres Verständnis für psychische Gesundheit in der Musikindustrie.
Die amerikanische Rapperin Doja Cat hat in einem bewegenden TikTok-Video zum ersten Mal öffentlich über ihre Diagnose einer Borderline-Persönlichkeitsstörung gesprochen. Ihre Offenheit kommt nach einer Reihe von turbulenten Aktivitäten in den sozialen Medien und intensiven Online-Diskussionen.
Von öffentlichen Debatten zu persönlichen Enthüllungen
Doja Cat offenbarte, dass sie schon seit langer Zeit mit ihren Emotionen und Gedanken ringt. „Ich leide unter Borderline, wohl schon mein ganzes Leben lang“, verriet sie.
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Die Borderline-Persönlichkeitsstörung wird als psychische Krankheit angesehen, die oft mit extremen Stimmungsschwankungen, impulsivem Verhalten und Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen einhergeht. Doja Cat beschrieb diese Störung in ihrem Video als belastend und teilte mit, dass sie seit einiger Zeit in therapeutischer Behandlung sei und intensiv an sich arbeite. Hier ist das Video zu sehen:
Dabei äußerte sie sich ebenfalls kritisch über sogenannte Autogrammjäger, die sich als Fans ausgeben, um dann Autogramme zu verkaufen.
Kontroverse um Timothée Chalamet
Kurz vor ihrem öffentlichen Statement hatte Doja Cat mit mehreren TikTok-Videos für Furore gesorgt, in denen sie sich kritisch über Äußerungen des Schauspielers Timothée Chalamet zu traditionellen Kunstformen wie Ballett und Oper äußerte. In einem späteren Video gestand sie jedoch ein, dass ihre Reaktion überzogen war.
Sie räumte ein, noch nie eine Oper oder ein Ballett live erlebt zu haben, und beschrieb ihren ursprünglichen Post als „Virtue Signalling“ – eine impulsive Handlung, mit der sie Zustimmung in den sozialen Medien suchte.
Vorangegangene Kontroversen in den sozialen Medien
Die jüngsten Diskussionen sind Teil einer Reihe von Kontroversen, die Doja Cat in den sozialen Medien erlebt hat. 2022 geriet sie mit dem damals 17-jährigen Noah Schnapp in eine Auseinandersetzung, nachdem dieser eine private Nachricht von ihr veröffentlicht hatte.
Auch ihr Verhältnis zu ihren Fans sorgte wiederholt für Schlagzeilen: 2023 kritisierte sie ihre Fangemeinde „Kittenz“ heftig, was laut „Billboard“ zu einem Verlust von über 237.000 Followern führte.
Ein offener Umgang mit mentaler Gesundheit
Doja Cats TikTok-Äußerung zeigt, dass sie sich einer wachsenden Zahl von Musikern anschließt, die offen über psychische Erkrankungen sprechen. Künstler wie Madison Beer haben bereits über ihre Diagnosen und die Wichtigkeit von Therapie gesprochen.
Leah-Lou Blank schreibt für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.
Tom Schneider ist Musikliebhaber, DJ und Redakteur bei Inside-Reeperbahn.de. Er schreibt mit Herzblut über neue Bands, alte Legenden und die Hamburger Clubszene. Seine Artikel verbinden Recherche mit persönlichem Erleben und bieten echten Mehrwert für Musikfans.
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