Die Fusion startet am 24. Juni – und dieses Jahr kommt das Festival weniger für Überraschungen als für Hitze. Für Besucherinnen und Besucher hat das direkte Folgen: hohe Belastung für Kreislauf und Organisation, aber mit der richtigen Vorbereitung lässt sich das Wochenende sicher und angenehm verbringen.
Flüssigkeit zuerst: Trinkplan statt Durst
Bei erwarteten Temperaturen um die 38–39 Grad ist Dehydrierung die größte Gefahr. Deshalb gilt: regelmäßig und ausreichend trinken, auch bevor Durst spürbar wird. Auf dem Gelände darf eigenes Wasser mitgebracht werden; viele Festivalgänger füllen bereits bei der Anreise große Vorräte.
Mehrere Stellen auf dem Gelände bieten kostenloses Leitungswasser zum Nachfüllen an, unter anderem an zentralen Duschanlagen und an Wasserstationen bei den großen Bühnen. Nutzt diese Angebote, damit Verkaufsstände entlastet werden und alle gut versorgt bleiben.
Alkohol, Drogen und Medikamente
Alkohol verstärkt Hitzeeffekte deutlich. Selbst kleine Mengen können das Risiko für Kreislaufprobleme erhöhen – besonders bei hoher Sonneneinstrahlung und körperlicher Anstrengung. Wer Medikamente nimmt oder gesundheitliche Vorbelastungen hat, sollte vorher ärztlichen Rat einholen und alle nötigen Arzneien mitführen.
Schlaf- und Campingtaktik
Im Zelt steigt die Temperatur in der Sonne schnell an; nachts bleibt es oft wärmer als erwartet. Ein leichter Pavillon als mobiler Schattenplatz ist deshalb ein sinnvolles Zubehör, damit die Ruhepausen nicht im überhitzten Zelt stattfinden müssen.
Nasse Handtücher, tragbare Ventilatoren und luftige Kleidung helfen zusätzlich. Früh ankommen erhöht die Chance auf einen schattigeren Stellplatz – wer später eintrifft, findet häufig nur noch volle Sonnenflächen vor.
Ortsnahe Abkühlung
Mehrere Duschstellen bieten kaltes Wasser zur Erfrischung; bekannte Punkte sind der Dusch-Tower in der Nähe des Theaterbereichs und Duschen im Bachstelzenwald. Wer kurze Wege bevorzugt, findet außerdem Waschgelegenheiten hinter dem Luftschloss, in der Oase bei Camping C4 und vor dem Workshophangar.
Für zusätzliche Abkühlung empfehlen sich die Badestellen rund um Rechlin und die Müritz; mit Shuttle oder Fahrrad sind sie in wenigen Minuten erreichbar. Ein kleiner FKK-See zwischen Flugplatz und Kanal ist als „Fusion-See“ bekannt und wird von vielen genutzt.
- Trinken: Mindestens regelmäßig Wasser und Elektrolyte, nicht erst warten bis zum Durst.
- Sonnenschutz: Hoher Lichtschutzfaktor, Kopfbedeckung und Schattenpausen.
- Kühlmethoden: Feuchte Tücher, Akku-Ventilator, kalte Duschen nutzen.
- Konsum: Alkohol reduzieren, Drogenrisiken durch Hitze erhöhen.
- Medikamente: Notfallmedikation, Elektrolyte, Traubenzucker mitführen.
- Ruhen: Regelmäßige Pausen einplanen, körperliche Anstrengung drosseln.
- Notfallplan: Nächste Klinik ist rund 25 km entfernt – Symptome ernst nehmen und rechtzeitig handeln.
Die sanitätsdienstlichen Teams werden während des heißen Wochenendes voraussichtlich stark gefragt sein. Gute Vorsorge durch die Besucherinnen und Besucher entlastet die Helfer und verringert gesundheitliche Risiken für alle.
Am Ende steht die Entscheidung, ob ein Festivalaufenthalt bei extremer Hitze die richtige Wahl ist. Wer unsicher ist oder ernsthafte gesundheitliche Risiken hat, sollte einen Verbleib zu Hause in Erwägung ziehen – Sicherheit bleibt Vorrang vor Abenteuerlust.
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Tom Schneider ist Musikliebhaber, DJ und Redakteur bei Inside-Reeperbahn.de. Er schreibt mit Herzblut über neue Bands, alte Legenden und die Hamburger Clubszene. Seine Artikel verbinden Recherche mit persönlichem Erleben und bieten echten Mehrwert für Musikfans.