Die größten Schätze der Menschheitsgeschichte in Bonn
Einige der bedeutendsten Schätze der Menschheitsgeschichte sind derzeit in Bonn zu bestaunen, wo die Elite der Sammlung des British Museums bis April zu Gast ist.
Die Ausstellung „Schätze der Weltkulturen“, die am Freitag eröffnet wurde, präsentiert eine Auswahl von 250 Objekten aus den geschätzten sieben Millionen Beständen des British Museums. Der Fokus liegt darauf, was verschiedene Kulturen einst als ihre „Schätze“ ansahen.
„Was wir hier präsentieren, findet man nicht in London“, erklärte Sven Bergmann, Sprecher der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, die die Sammlung beherbergt, gegenüber The Local.
„Was wir hier zeigen, sind wirklich die Höhepunkte der Sammlung. Innerhalb von zwei Stunden kann man die Schätze der Menschheitsgeschichte von jedem Kontinent sehen“, fügte er hinzu.
Der Begriff „Schätze“ ist das zentrale Konzept der Ausstellung. Dabei geht es jedoch nicht um den finanziellen Wert der Gegenstände; vielmehr steht der Wert der Objekte für die Gesellschaften, die sie erschaffen haben, im Vordergrund.
Es ist eine interessante Perspektive auf den Begriff des Schatzes, und Bergmann war darauf bedacht, dies weiter zu erläutern. „Es geht hier um das, was Gesellschaften zu verschiedenen Zeiten am meisten geschätzt haben“, erklärte er. „Das war nicht unbedingt, weil sie viel Geld wert waren, sondern aus einer Vielzahl von religiösen, kulturellen, wirtschaftlichen oder politischen Gründen.“
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Während einige der ausgestellten Schätze auf den ersten Blick im konventionellen Sinne wertvoll erscheinen mögen – wie zum Beispiel die massiven Goldohrringe aus Sardinien aus der Zeit von 700-500 v. Chr. – haben andere einen eher symbolischen Wert.
Die 3000 Jahre alte ägyptische Mumie, die ausgestellt wird – eine einbalsamierte und fest umwickelte Leiche, die für die Ewigkeit vor Verfall bewahrt wurde – könnte uns vielleicht eher morbide faszinierend als hochbedeutend erscheinen. Für die alten Ägypter jedoch konnte nur der intakte Körper nach dem Tod mit seiner Seele wiedervereint werden, was der Mumie eine ganz neue Bedeutungsebene verleiht.
Ein originaler Handbeil aus dem Jahr 800.000 v. Chr. repräsentiert eine der wichtigsten technologischen Innovationen der Epoche.
Die Ausstellung umfasst alles von chinesischem Porzellan über Wurfmesser, arabische Kalligraphie bis hin zu griechischen Büsten, bemalte Häute bis zu Werken von Michelangelo und Renoir.
„Wir möchten, dass der Besucher mit einem Gefühl der Dankbarkeit und Ehrfurcht für das, was die Kulturen der Welt erreicht haben, nach Hause zurückkehrt“, sagte Bergmann.
Pippa Wentzel
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.