Rock am Ring 2025: Slipknot rockt, dann kommt die Sintflut!

Juni 19, 2025

Slipknot

Der Samstag bei Rock am Ring: Überraschungsauftritte, Stimmverluste und starker Regen.

Zum 40-jährigen Jubiläum hat sich Rock am Ring einige Überraschungen einfallen lassen. Wer hätte zum Beispiel vermutet, dass Feine Sahne Fischfilet, die bereits am Vorabend mit einer Pyroshow auf der Mandora Stage für Stimmung sorgten, erneut für ein Frühstückskonzert am Campingplatz auftreten würden. Dieses kleine Konzert um 13 Uhr wurde sogar zum Schauplatz einer romantischen Aktion: Ein Fan machte seiner Freundin einen Heiratsantrag, und das „Ja“ wurde von der Band und den Fans frenetisch gefeiert.

Später am Tag, auf der etwas abgelegenen Atmos Stage in der Nähe des Südeingangs, waren die Auswirkungen der regnerischen Nacht sichtbar. Teenage Mortgage mussten gegen die Müdigkeit der Zuschauer am Nachmittag ankämpfen, und sich damit abfinden, dass es statt eines Moshpits nur einen Matschpit gab, den niemand betreten wollte.

Auf den Bühnen bei der Mandora Stage und der Utopia Stage bei Auftritten von Bands wie Kittie oder Nothing More war der Boden dagegen noch gut begehbar.

Rock am Ring: Der Samstag mit einem überraschenden Auftritt von Kraftklub

Seit Freitagnacht schwebte ein Countdown über dem Festivalgelände: An einem Kran hing eine Werbetafel von Kraftklub. Bekam Rock am Ring am Samstag also noch einen zusätzlichen Überraschungsakt?

In der Tat: Auf einer provisorischen Bühne direkt vor der Mandora Stage spielten die Musiker aus Chemnitz drei Lieder, darunter ihre neue Single „Schief in jedem Chor“. Ärgerlich für alle, die diese kleine Bühne vorher nicht bemerkt hatten: Die Musik blieb auf den kleinen Bereich vor der Bühne beschränkt, die LED-Türme der Mandora Stage übertrugen zwar das Bild, aber nicht den Sound. Viele bekamen den Auftritt kaum mit – die Fans, die rechtzeitig da waren, feierten dafür umso ausgelassener. Die Techniker von Airbourne hätten noch eingewiesen werden können: Während der Fan-Chor noch schief sang, wurden bereits die Drums getestet.

LESEN  Brabus-Verlobung: Mili Umicevic sagt erneut ‚Ja‘!

C. J. Ramone und Evil Jared bei Rock am Ring

Me First and the Gimme Gimmes sorgten auf der Orbit Stage für gewohnte Karnevalsstimmung, komplett mit Glitzeranzug und Flamingo-Schwimmring. Mitten im Geschehen: C. J. Ramone, der die Band auf ihrer Europatournee unterstützte.

Kurz darauf übernahm Evil Jared Hasselhoff das Ruder auf der Orbit Stage. Was man von dem Bassisten der Bloodhound Gang erwarten konnte, war im Vorfeld unklar. Sein Auftritt entpuppte sich als Rockdisko mit Trinkspielen. Gekleidet wie der Anführer der „Droogs“, legte er als DJ auf, während Schlagzeuger Krogi den Songs vom Band mehr Power verlieh. Bei einem Beerpong-Spiel warf die Crew Bälle ins Publikum, die in Eimer auf der Bühne geworfen werden sollten. Als Schiedsrichter fungierte Wilson Gonzalez Ochsenknecht. Warum? Weil er es konnte.

Nach nur einem Song war Schluss

Ein trauriger Moment für Band und Fans: Heaven Shall Burn mussten ihren Auftritt nach nur einem Song abbrechen. Sänger Marcus Bischoff hatte erhebliche Stimmprobleme, hustete sich durch die ersten Takte und verabschiedete sich sichtlich niedergeschlagen von den Fans, die trotz starkem Regenschauer in den ersten Reihen ausgeharrt hatten. Später wurde bekannt: Er musste ärztlich behandelt werden, vorsichtshalber. Das Publikum reagierte mit tröstendem Applaus – viele hatten sich auf eine spektakuläre Show gefreut, nun blieb die Sorge um seine Gesundheit.

Kurz darauf betraten Bullet For My Valentine die Utopia Stage – und die Menge erwachte schlagartig. Der Höhepunkt der Show war ihr Hit „Tears Don’t Fall“. Kaum begann der erste Refrain, gingen tausende Hände in die Höhe, Smartphone-Displays leuchteten auf, es wurde mitgesungen, geschrien und gekreischt.

LESEN  Wacken 2025: Unwetterwarnung! Besucher, bereitet euch vor!

Wüten bei Slipknot

Auf die letzte Show an der Utopia Stage am Samstag freuten sich jedoch noch mehr Besucher. Slipknot stimmten Zehntausende mit Totos „Africa“ auf ihren brachialen Auftritt ein – gefolgt vom „Knight Rider“-Theme. Dann ging es los: Der energiegeladene Nu-Metal der Maskenträger weckte Erinnerungen an stürmische Jugendjahre. Im vorderen Bereich scheiterten Circle Pits an der dichten Menschenmenge – zu Beginn hatte selbst der wildeste Fan keine Chance zum Anlauf. Weiter hinten herrschte dafür schönes Chaos: Moshpits, Sprintduelle und sogar Purzelbäume.

Kaum war die letzte Note verklungen, öffneten sich die Wolken noch einmal richtig. Ein Platzregen biblischen Ausmaßes ergoss sich über den Nürburgring. Einige nannten es perfektes Timing. Andere: absoluter Mist. Denn SDP, Turbostaat und Touché Amoré spielten noch – jetzt eben als Gummistiefel-Party.

Alle, die nicht darauf vorbereitet waren, machten sich wieder auf den Weg ins Zelt – vielleicht mit der Erkenntnis: Toller Tag, aber morgen dann doch den Regenponcho nicht vergessen.

Ähnliche Beiträge:

Bewerten Sie diesen {Typ}

Neueste Artikel

Labrinth packt aus: Geheimnisse und Geständnisse über „Euphoria“!

Top 10 Benimmregeln in Deutschland: So verhalten Sie sich korrekt!

Städtepartnerschaften: Alles, was Sie wissen müssen!

Drake’s neues Album: Veröffentlichungsdatum aus Eis enthüllt!

Schreibe einen Kommentar

Share to...