Schon lange bevor man Stuttgart per Auto oder Bahn erreicht, ist der ‚Fernsehturm‘ sichtbar und hat sich zurecht zu einem Wahrzeichen entwickelt. Nun könnte er sogar zum Weltkulturerbe ernannt werden.
Der Fernsehturm, der von nahezu jedem Punkt der Hauptstadt Baden-Württembergs aus zu sehen ist, wurde von der Landesregierung als UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagen.
Obwohl der Prozess noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird und eine endgültige Entscheidung erst für das Jahr 2026 möglich ist, könnte der Turm sich zu den 51 anderen Weltkulturerbestätten in Deutschland gesellen, zu denen auch der Kölner Dom und die Berliner Museumsinsel gehören.
Die Nominierung des Fernsehturms erfolgte aufgrund seines innovativen architektonischen Designs und seiner Rolle als eines der bekanntesten Symbole der Stadt, so die Stadtverwaltung.
Ein echtes Original
Zwischen 1954 und 1956 erbaut, war der aus Beton gefertigte Fernsehturm der erste seiner Art weltweit und übertrug sowohl Fernseh- als auch Radiosignale für den regionalen öffentlichen Rundfunk, heute bekannt als Südwestrundfunk. Die Kosten von über 4 Millionen Deutsche Mark riefen anfangs heftige Kritik hervor, doch bald wurde das Projekt von den Einheimischen angenommen.
Mit einer Höhe von etwas mehr als 216 Metern und gelegen im hügeligen Stadtteil Bopser, ist er ein beliebtes Ziel sowohl für Touristen als auch für Einheimische. Von der Aussichtsplattform aus kann man tief in den Schwarzwald und die Schwäbische Alb blicken. Ein Restaurant, ein Café und ein Geschenkeladen befinden sich ebenfalls auf den für die Öffentlichkeit zugänglichen Ebenen.
Symbol deutscher (und schwäbischer) Ingenieurskunst
Der Stuttgarter Oberbürgermeister, Frank Nopper, äußerte sich zu dem Vorhaben: „Ich glaube, dass dies nicht nur das Image der Stadt beeinflussen wird, sondern auch den Touristenstrom, da immer mehr Kultur- und Architekturinteressierte nach Stuttgart pilgern werden.“
Nicole Razavi, die baden-württembergische Ministerin für Wohnen und Entwicklung, sagte: „Als der erste Fernsehturm seiner Art in der Welt steht er für großartige Baukunst und Design und somit auch für deutsche und – ich würde sagen – sogar schwäbische Ingenieurskunst.“
Ein lokales Wahrzeichen
Zusammen mit dem aufbäumenden Pferd im Wappen, der ‚Brezel‘ und der Telefonvorwahl der Stadt ‚0711‘, ist die Silhouette des Stuttgarter Fernsehturms zu einem der beliebtesten Symbole der Stadt geworden. Sie findet sich auf Souvenirs, Kleidung und im Branding mehrerer lokaler Unternehmen wieder. Bilder des Turms sind auch ein prominenter Bestandteil des offiziellen Werbematerials der Stadt Stuttgart.
Während der vom Land verhängten Lockdowns aufgrund der Coronavirus-Pandemie musste der Fernsehturm zeitweise schließen, wurde jedoch seit Juli dieses Jahres wieder für Besucher geöffnet. Dies folgte auf eine Schließung zwischen 2013 und 2016 für ein Reinigungs- und Sanierungsprojekt, das 1,8 Millionen Euro kostete.
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.