Barockstädte entdecken: Eine Zeitreise ins 17. und 18. Jahrhundert!

Mai 28, 2025

Villes baroques: voyage dans le temps aux XVIIe et XVIIIe siècles

Gebogene Gebäudestrukturen, spielerische Lichteffekte und weitläufige Gärten: Das Barockzeitalter zeichnet sich durch eine extravagante Vielfalt an Motiven und feudalen Prunk aus. Noch heute ist diese Pracht in Schlössern und Residenzen, und sogar ganzen Stadtvierteln zu bewundern.

Würzburg: Ein Juwel der barocken Architektur

Spieglein, Spieglein, wo steht eines der prächtigsten Barockschlösser im (Süd-)Land? Antwort: Umgeben von (mehr als) sieben Weinbergen inmitten von Würzburg. Nicht umsonst wird die Residenz der Fürstbischöfe auch „das Schloss über allen Schlössern“ genannt. Es überrascht nicht, dass das von Balthasar Neumann, dem berühmtesten Architekten des deutschen Barocks, geschaffene Ensemble auf der UNESCO-Welterbeliste steht. Von den insgesamt 400 Räumen des Palastes sind 40 öffentlich zugänglich, einschließlich der weltberühmten Treppe mit dem größten jemals gemalten Deckenfresko von 18 x 30 Metern, der als „raumzeitliche Pionierleistung“ gefeierten Hofkirche und dem 1887 rekonstruierten Spiegelsaal, der Sie sprachlos machen wird. Der Hofgarten ist ebenfalls einzigartig mit seinen Bogengängen und Terrassen, reich verziert mit Putten und Skulpturen, Stufen und Brunnen, die eine gelungene Symbiose aus Natur und Kultur darstellen. Weitere Wahrzeichen der studentischen und weinreichen Stadt Unterfranken reichen sogar weiter zurück als das barocke 17. Jahrhundert: zum Beispiel der zweitürmige Dom St. Kilian, einer der über 60 Kirchen Würzburgs, die majestätische Festung Marienberg sowie die alte Mainbrücke zu ihren Füßen.

Fulda: Eine barocke Stadt mit mittelalterlichem Flair

Hervorgegangen aus einem der größten und ältesten Klöster Mitteleuropas, beherbergt die am Rande des Rhöns gelegene Stadt Sehenswürdigkeiten, die mehr als 1.250 Jahre Geschichte umfassen – von der Hexenturm bis zur vorromanischen St. Michaelskirche. Doch besonders im 17. und noch mehr im 18. Jahrhundert, als zahlreiche feudale Bauten errichtet oder umgestaltet wurden, hat Fulda den Beinamen „Barockstadt“ erhalten. Im sogenannten Barockviertel liegen die bedeutendsten Gebäude dicht beieinander, insbesondere der prächtige Dom St. Salvator, errichtet vom großen Architekten Johann Dientzenhofer, und sein Barockschloss, einschließlich des Schlossgartens, der Orangerie und der fast sieben Meter hohen Barockskulptur, dem Floravase. Stattliche Stadthäuser am Bonifatiusplatz und in der Umgebung sowie benachbarte Adelspaläste runden das Ensemble ab. Nur wenige Gehminuten entfernt zeigt die Altstadt ein mittelalterlicheres Gesicht mit schönen Fachwerkhäusern, malerischen Gassen und den Überresten einer jahrhundertealten Stadtmauer.

LESEN  Abenteuer pur: Entdecke 8 einzigartige Stadtführungen abseits der Massen!

Potsdam: Schlösser und Gärten wie für das Kino gemacht

Es ist nicht so, dass Friedrich Wilhelm I. Potsdam erfunden hätte – immerhin wurde sie mehr als sieben Jahrhunderte zuvor erstmals erwähnt, lange vor ihrer Nachbarstadt Berlin. Aber der „Soldatenkönig“ und mehr noch sein Sohn, Friedrich II., verliehen der Stadt ein barockes Facelift, das bis heute das Stadtbild prägt. Sie ließen Gebäude mit Kuppeln, Giebeln und dekorativen Ornamenten errichten. Darüber hinaus wurde der Alte Markt neu gestaltet, wo später die St. Nikolaikirche hinzugefügt wurde. Das Highlight: die enorme Erweiterung des Parks Sanssouci und die Einweihung des gleichnamigen Schlosses. Bezeichnungen wie „das preußische Versailles“ oder „das Hauptwerk der deutschen Rokoko-Architektur“ sprechen für sich. Und die Tatsache, dass die UNESCO-Welterbestätte „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ zweimal erweitert wurde. Im Jahr 2019 wurde das gesamte Stadtgebiet von Potsdam als UNESCO-Filmstadt geadelt. Schließlich wurde das Studio Babelsberg, das 1912 als erstes großes Filmstudio der Welt gegründet wurde, zu einem der modernsten Film- und Fernsehproduktionszentren Europas.

Dresden: Die Perle des Barocks

Vor allem dem sächsischen Kurfürsten August dem Starken verdankt Dresden seinen Aufstieg zur „Florenz an der Elbe“. Der langjährige Regent liebte nicht nur Pracht, sondern auch Architektur. Diese Leidenschaft führte zu bedeutenden Bauwerken Anfang des 18. Jahrhunderts. Das bedeutendste darunter ist der Zwinger, dessen gewölbte Galerien, prächtige Pavillons und das mit Gold verzierte Kronentor niemanden kaltlassen, ganz zu schweigen von der darin befindlichen Gemäldegalerie Alter Meister und der weltgrößten Porzellansammlung. Daneben befindet sich die Semperoper, die nächste Touristenattraktion mit drei Sternen. Ebenso wie die nur wenige Schritte entfernte Frauenkirche, die nach den schweren Bombenschäden von 1945 in Dresden wunderschön wiederaufgebaut wurde. Für den Besuch des Schlosses Moritzburg ist ein Auto notwendig, und für das Barockschloss Pillnitz ist ein Boot optional. Unterwegs und weiter in Richtung Sächsische Schweiz können Gäste den in Dresden sehr geschätzten Dixieland-Sound genießen. Live-Musik ist auch auf der Brühlschen Terrasse zu hören. Übrigens trug August der Starke auch zum Bau des „Balkons Europas“ bei. Zumindest besagt das die Legende von seinem Daumenabdruck auf einem Geländer.

LESEN  Auf den Spuren der Deutschen Hanse: Entdecken Sie das Erbe eines mächtigen Handelsbundes!

Ähnliche Beiträge:

Bewerten Sie diesen {Typ}

Neueste Artikel

Burlesque-Boom: Berlins freche, radikale Unterhaltungsszene!

Zara Larsson erobert die Welt: 5 spannende Fakten über die Pop-Sensation!

Peinliche Fehler: Wenn Engländer versuchen, Deutsch zu sprechen!

Labrinth packt aus: Geheimnisse und Geständnisse über „Euphoria“!

Schreibe einen Kommentar

Share to...