Polizeieinsatz im Berliner Volksbühne Theater
Am Donnerstag griff die deutsche Polizei ein, um Demonstranten zu entfernen, die das berühmte Berliner Volksbühne Theater besetzt hielten. Der Grund für die Besetzung war ein Streit über den neuen Intendanten des Theaters.
Ursachen der Proteste
Die Protestierenden hatten das Theater besetzt, um ihre Bedenken gegen den neuen künstlerischen Leiter Chris Dercon zu äußern. Dercon, der zuvor die Leitung der Tate Modern in London innehatte, wird von den Kritikern befürchtet, das radikale Theater in eine kommerziellere Richtung zu lenken.
Die Besetzung begann am Freitag und erreichte am Wochenende mit 500 Personen die maximale Kapazität des Theaters.
Polizeiaktion zur Räumung
Die Berliner Polizei setzte am Donnerstag 200 Beamte ein, um das Theater zu räumen.
„Auf der Volksbühne befinden sich nun keine unbefugten Personen mehr. Wir haben 21 Personen herausbegleitet, fünf davon wurden getragen“, teilte die Polizei über Twitter mit.
Kritik an Dercon
Künstler der Volksbühne haben sich stark gegen Dercon ausgesprochen, der den renommierten Frank Castorf ablöste, der das Avantgarde-Theater fast ein Vierteljahrhundert lang führte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg im imposanten stalinistischen Stil wiederaufgebaut, mit Überresten der zerstörten Reichskanzlei Hitlers, ist die Volksbühne bekannt für ihre scharfe Kritik an politischer und kapitalistischer Heuchelei.
Als prominenter Theaterregisseur und künstlerischer Leiter wurde Castorf dafür gelobt, die Volksbühne zu einer der führenden Bühnen Europas gemacht zu haben, mit seinen kühnen, kontroversen und oft langen Produktionen.
Dercon, dessen Ernennung seit ihrer Bekanntgabe im Jahr 2015 umstritten ist, wird der erste Nicht-Künstler an der Spitze des legendären Theaters sein.
Kritiker befürchten, dass seine Amtszeit eine Verschiebung zu weniger provokativen und kommerzielleren Produktionen in der stark subventionierten Volksbühne mit sich bringen wird.
Es wird auch in Frage gestellt, ob der in Belgien geborene Dercon das radikale Gespür und das Bewusstsein für die turbulente Geschichte Berlins mitbringen kann, das in das Gewebe des Theaters eingewoben ist.
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.