Rubens-Kopie kehrt zurück: Spannende Odyssee nach Kriegsbeute-Abenteuer

April 15, 2026

Feierliche Rückkehr eines Gemäldes nach Brandenburg

Am Mittwoch feierten deutsche Beamte und der US-Botschafter die Rückkehr eines wichtigen Kunstwerks zum Schloss Brandenburg. Dabei handelt es sich um eine Kopie eines Originals von Rubens, die trotz ihrer Natur als Nachbildung von großer Bedeutung ist.

Das betreffende Gemälde ist eine von nur zwei bekannten Kopien von Rubens’ berühmtem Werk, das Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers darstellt. Diese Kopie entstand kurz nach dem Original aus den Jahren 1624-1625, welches als zerstört gilt.

Die Bedeutung einer Kopie

„In diesem Fall ist das Wort Kopie keineswegs negativ zu verstehen“, erklärte Samuel Wittwer von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.

„Zu jener Zeit war es üblich, Kopien von großen Kunstwerken in Auftrag zu geben, und man musste einfach einen Rubens besitzen“, fügte er hinzu.

Die Kopie wurde erstmals 1764 in der Eröffnungsausstellung der Bildergalerie Friedrichs des Großen im Schlosskomplex Sanssouci in Potsdam präsentiert.

Verloren und wiedergefunden

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs galt das Gemälde als verschollen, gestohlen und von der Roten Armee als Kriegsbeute nach Russland verbracht.

Erst vor etwa 18 Monaten tauchte das Gemälde zum Verkauf in den USA auf, was beim Art Loss Register sofort Alarm auslöste, da vermutet wurde, es könnte sich um das gestohlene Werk handeln.

„Von da an war es wie ein Krimi“, beschrieb Wittwer, der mit einer Schwarz-Weiß-Fotografie in die USA reiste, um das Gemälde zu überprüfen. Kleine übereinstimmende Markierungen bestätigten schließlich seine Vermutung.

Die Behörden überzeugten eine Frau – die Tochter einer russischen Einwandererfamilie –, die das Gemälde verkaufen wollte, es aufzugeben.

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„Für uns ist es ein Geschenk“, sagte Wittwer.

US-Botschafter Philip Murphy war zusammen mit dem Direktor der Galerie, Hartmut Dorgerloh, am Mittwoch in Potsdam, um die Rückkehr des Gemäldes zu bezeugen. Es handelt sich um eines von schätzungsweise 4.000 wertvollen Kunstwerken aus den preußischen Schlössern, die im Krieg vermisst wurden.

DPA/The Local/hc

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