Einweihung des Thomas Mann Denkmals in Kalifornien
Am Montag wurde das ehemalige Wohnhaus von Thomas Mann in Kalifornien als Denkmal eingeweiht. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war bei diesem Anlass zugegen und sprach über die trotz aktueller Spannungen bestehenden Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Amerika.
„Der Kampf für die Demokratie und eine offene Gesellschaft ist es, was uns weiterhin vereinen wird, die Vereinigten Staaten und Deutschland“, äußerte Steinmeier während seines ersten Besuchs in den Staaten seit seinem Amtsantritt als Bundespräsident im vergangenen Jahr.
Die Einweihung des ehemaligen Hauses des Nobelpreisträgers in Los Angeles in „diesen turbulenten Zeiten markiert auch einen wunderbaren Moment für die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern“, fügte das Staatsoberhaupt hinzu.
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Das Thomas Mann Haus soll ein Ort des kulturellen und sozialen Austauschs werden „in Zeiten, in denen vieles uns über den Atlantik hinweg trennt“, sagte Außenminister Heiko Maas in einer Erklärung am Dienstag.
„Die Vereinigten Staaten sind unser wichtigster Partner außerhalb Europas. Nur gemeinsam können wir globale Probleme angehen“, betonte Maas und ergänzte, dass „ein intensiver Dialog über die Themen, die uns beschäftigen, so wichtig ist.“
Die deutsche Regierung rettete die Villa in Kalifornien vor dem Abriss und erwarb sie 2016 für fast 11 Millionen Euro, um sie in einen transatlantischen Treffpunkt und Gedenkstätte zu verwandeln. Steinmeier, der damals als Außenminister tätig war, unterstützte den Kauf des Gebäudes durch den Staat.
Als der Roman- und Kurzgeschichtenautor Thomas Mann von 1942 bis 1952 in dem Haus wohnte, wurde es durch sein Residenzprogramm zu einem Treffpunkt für berühmte Künstler und Intellektuelle.
Zu den Werken des Nobelpreisträgers gehören unter anderem Der Zauberberg, Buddenbrooks und Joseph und seine Brüder. Der gebürtige Lübecker floh 1933, als die Nazis in Deutschland an die Macht kamen, in die Schweiz und zog 1938 in die USA.
Er avancierte zu einer führenden Figur der exilierten deutschen Intellektuellen. „Deutschland ist dort, wo ich bin“, sagte er zu seinen Anhängern.
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.