Bergmanns sprachliche Abenteuer
Der amerikanische Autor David Bergmann, der zuvor zwei Werke über seine Erfahrungen mit der deutschen Sprache in deutscher Sprache veröffentlicht hat, hat kürzlich sein erstes Buch auf Englisch herausgegeben. In „Take Me To Your Umlauts!“ beschreibt er seine Erlebnisse als Expat und teilt diese Geschichten mit The Local.
Ein Buch für beiläufige Sprachenthusiasten
Bergmann erläutert, dass sein Buch, welches die Herausforderungen der deutschen Sprache thematisiert, sich hauptsächlich an zwei Gruppen richtet – beide könnte man als gelegentliche Sprachliebhaber bezeichnen.
„Im Laufe der Jahre habe ich zahlreiche E-Mails erhalten, vor allem von deutschen Frauen, die sagten: ‚Mein amerikanischer Freund will kein Deutsch lernen, er findet es zu schwierig. Ich möchte ihm zeigen, dass es eine wirklich coole Sprache ist – könntest du bitte dein Buch übersetzen?'“
Die andere Zielgruppe, für die Bergmann schreibt, sind die Expats, die nur für eine begrenzte Zeit in Deutschland bleiben wollen und Einblick in die Sprache erhalten möchten, ohne unzählige Stunden mit dem Erlernen zu verbringen. Bergmann beschreibt es so: „Es ist, als würde man einen Blick unter die Motorhaube der Sprache werfen, ohne das Auto kaufen zu müssen.“
Ein neues Leben in Deutschland
Der Amerikaner zog 1996 von Chicago nach Deutschland, um im Land seiner Ur-Ur-Ur-Großeltern ein neues Leben zu beginnen. Nach einem kurzen, aber kostspieligen Aufenthalt an der Universität Göttingen lebt er nun in Hamburg, wo er seinen Lebensunterhalt als Wirtschaftsprüfer verdient.
Auf diesem Weg verfasste er zwei Bücher auf Deutsch – „Der, die, was?“ und „Wie, wer, das?„, die den Deutschen humorvolle Einblicke in die Herausforderungen eines Immigranten bieten.
Grammatiktips und Anekdoten
„Take Me To Your Umlauts!“, die englische Version von „Der, die, was?„, beinhaltet neben einer Reihe von Anekdoten auch Grammatiktipps zu den verwirrenden Pluralformen, Geschlechtern und Fällen, die die deutsche Sprache durchziehen.
Bergmann findet oft Humor in der deutschen Sprache, besonders wenn ein einzelnes deutsches Wort eine Reihe von englischen Wörtern ausdrücken kann. „Aber andererseits kann Englisch auf seine eigene Art effizient sein. Wir haben viele Wörter mit mehreren Bedeutungen – wie ‚I miss you‘ und ‚I miss the train‘. Das scheint im Englischen häufiger vorzukommen als im Deutschen.“
Ein peinlicher Moment
Was war Bergmanns peinlichster Moment? „Es gibt so viele. Aber einer sticht heraus – ich suchte eine möblierte Wohnung, also wollte ich nach einem möblierten Zimmer fragen, fragte aber versehentlich nach einem vermöbelten Zimmer, was ein verwüstetes Zimmer bedeutet.“
The Local/bk
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Franziska Neumann ist eine leidenschaftliche Reporterin mit einem Gespür für außergewöhnliche Menschen und Geschichten. Ihre Reportagen auf Inside-Reeperbahn.de verbinden Fakten mit Emotionen und werfen einen besonderen Blick auf das Leben in und um die Reeperbahn.