Archäologische Wunder: Entdecken Sie Kelten, Römer, Wikinger!

Juni 5, 2025

Musées archéologiques : Celtes, Romains, Vikings

Wer lebte vor Hunderten oder sogar Tausenden von Jahren auf deutschem Boden? Und wie haben sie gelebt? Das Interesse an den Zeiten der Römer, Kelten, germanischen Stämme und Wikinger ist ungebrochen, insbesondere da spezialisierte Museen, fortlaufende Ausgrabungen und neue Funde ein immer detaillierteres Bild dieser Epochen bieten.

Archäologischer Park Xanten: Ein Traum für Römer-Fans

Im riesigen Amphitheater des Archäologischen Parks Xanten wurden schon Rockkonzerte, Musicals und Opern aufgeführt, aber besonders bekannt ist das römische Festival „Schwerter, Brot und Spiele“, das allein etwa 500 Teilnehmer anzieht. Der 60 Hektar große Park am Niederrhein ist das größte Freilichtmuseum seiner Art in Deutschland und gehört seit 2021 zum UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes“. Die Stadt Colonia Ulpia Traiana, die drittgrößte römische Stadt nördlich der Alpen, wird seit den 1970er Jahren erforscht und teilweise rekonstruiert. Dazu zählen das Amphitheater, Handwerkerhäuser, Hafentempel, Stadtmauern und eine Herberge. Seit 2008 ist das LVR-RömerMuseum in Xanten der Höhepunkt der Anlage. Das moderne Museum aus Stahl und Glas, erbaut über den Grundmauern der Thermen, bietet einen lebendigen Einblick in das tägliche Leben der Römer in Germanien. Highlights sind die Überreste eines Schiffes und ein beeindruckendes Wandgemälde. Für Kinder gibt es spezielle Aktivitäten, bei denen sie in die Welt der Gladiatoren eintauchen, die Gerüche der Thermen erleben und römische Rüstungen anprobieren können.

Museum Danevirke: Die Festung der Giganten des Nordens

Das Danewerk und die bedeutende Wikingersiedlung Haithabu, seit 2018 ebenfalls UNESCO-Welterbe, gelten als größtes archäologisches Denkmal Nordeuropas. Die rund 30 Kilometer lange Befestigungsanlage wurde vom Eisenzeitalter bis ins frühe Mittelalter über 700 Jahre lang genutzt und im 19. Jahrhundert sogar erweitert. Die beeindruckende Verteidigungsanlage und ihre wechselvolle Geschichte werden im Besucherzentrum des Danewerks erläutert. Gegen wen sich die dänischen Wikingerkönige verteidigen wollten? Zum Beispiel gegen das expandierende christliche Frankenreich. Bis 2024 wird das Museum modernisiert, mit einem neuen Gebäude, Außenanlagen und einer neuen Dauerausstellung, die mit rund 800 Quadratmetern mehr als doppelt so groß sein wird wie zuvor. Der Standort bleibt derselbe, mitten im Archäologischen Park Danewerk. Dort finden sich nicht nur wunderschöne Rad- und Wanderwege, sondern auch fünf der größten Danewerk-Stätten auf kleiner Fläche: der Hauptwall, die Festung Thyraburg, das 1200 Jahre alte „Nordtor“ (eine sensationelle Entdeckung im Jahr 2010), die „Ziegelmauer“ von Waldemar und eine rekonstruierte Kanonenstellung aus dem Deutsch-Dänischen Krieg von 1864.

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Die keltische Welt am Glauberg: Das Stonehenge Hessens

Die Statue des „Fürsten von Glauberg“, die an Mickey Mouse erinnern könnte, ist tatsächlich rund 2.500 Jahre älter als sie aussieht. Ihre riesigen „Ohren“, möglicherweise eine Art Blätterkrone, sind bis heute ein Rätsel. Die lebensgroße Figur, die 1996 entdeckt wurde, ist das Highlight der Ausstellung „Keltenwelt am Glauberg“. Die Ausgrabungen im 37 Hektar großen Archäologischen Park in der Wetterau fördern bis heute weitere Funde zu Tage, darunter eine 1,5 Kilometer lange Ringmauer und eine als Prozessionsweg gedeutete Rampe. Besucher, die den „Pfad der keltischen Welt“ entlanggehen, erhalten auf 20 Informationstafeln Einblicke in die jeweiligen Funde. Der keltische Fürst wird im 2011 eröffneten Museum zusammen mit einem Goldhalsreif, Bronzearmbändern und weiteren Fundstücken präsentiert. Von den preisgekrönten Panoramafenstern des Ausstellungsgebäudes aus blicken Besucher direkt auf einen großen Grabhügel, vor dem sich 16 Eichenpfähle elf Meter hoch in den Himmel strecken. Es wird vermutet, dass die Pfahlverbindungen im Boden ein Sonnenuhr darstellen könnten, doch das ist nur eine Hypothese. Auch hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die weite Aussicht, die reiche Flora und vor allem der mystische Charakter des keltischen Kultplatzes beeindrucken auch ohne viele Worte.

Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle: Alte Exponate modern präsentiert

Die berühmte „Himmelsscheibe von Nebra“, die auf ein Alter von über 3.600 Jahren geschätzt wird und als älteste konkrete Himmelsdarstellung der Menschheit gilt, ist der Star des Landesmuseums für Vorgeschichte, bekannt weit über die Grenzen Sachsen-Anhalts und Deutschlands hinaus. Doch das beeindruckende Museumsgebäude, inspiriert von der Porta Nigra in Trier und als erstes Gebäude des Landes ausschließlich für die Präsentation prähistorischer Funde konzipiert, hat noch viel mehr zu bieten, darunter den „Reiterstein von Hornhausen“, alte Silberringe und Helme, Gegenstände aus dem Haus Martin Luthers und Tausende weitere Exponate. Angesichts der riesigen Sammlung gibt es kaum eine bessere Adresse, wenn man sich für die Stein-, Bronze-, Eisenzeit, die Römische Kaiserzeit und die frühe Neuzeit interessiert. Die Dauerausstellung, die 2021 aktualisiert und modernisiert wurde, sowie die Sonderausstellungen richten sich sowohl an Fachpublikum als auch an Laien, einschließlich Kinder, was angesichts der modernen Vermittlungsmethoden sehr sinnvoll ist.

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