Cornelia Funke und viele andere deutsche Schriftstellerinnen und Schriftsteller beleben die Tradition der Märchenerzählung, indem sie fantastische Wege beschreiten.
In Deutschland gibt es sie noch: Die „Zauberer der Worte“, die ihre Leserinnen und Leser in fantastische Welten entführen und dabei der deutschen Märchen- und Sagenkultur neue Facetten hinzufügen. Cornelia Funke, Autorin von „Tintenherz“ und vielen anderen erfolgreichen Erzählungen, wurde mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet; einmal wurde sie in einer Radiosendung als „Wortzauberin“ bezeichnet. Funkes Magie reicht weit: Ihre Bücher wurden weltweit über 30 Millionen Mal verkauft und in etwa 50 Sprachen übersetzt.
Cornelia Funke: Moderne Märchen
Die Autorin hat ihre eigenen fabelhaften Welten erschaffen und sich auch von den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm inspirieren lassen. In ihrer Serie „Reckless“ sind die Hauptfiguren Jacob und Will Anspielungen auf die berühmten deutschen Märchensammler, und viele andere Motive aus der fantastischen Welt der Grimms tauchen auf: der gläserne Schuh von Aschenputtel, Knüppel-aus-dem-Sack und Tischlein-deck-dich. Mit ihrer Saga „Tintenherz“ hat Funke ihr eigenes Universum kreiert, in dem die Charaktere zwischen der Jetztzeit und einem fantastischen Königreich durch magisches Lesen von Büchern reisen. Der erste Band „Tintenherz“ wurde sogar 2008 in Hollywood verfilmt – mit Brendan Fraser, Helen Mirren und Paul Bettany in den Hauptrollen.
Fantastische Welten
Die literarischen Welten von Cornelia Funke sind besonders bekannt, aber auch andere Autorinnen und Autoren aus Deutschland feiern Erfolge als moderne Märchenerzähler, insbesondere im Genre der Fantasy. Michael Ende gehört zweifellos dazu mit seinen Klassikern „Die unendliche Geschichte“ und „Momo“. Wolfgang Hohlbein hat mit Titeln wie „Märchenmond“ Millionen Exemplare verkauft und ein großes internationales Publikum erreicht. Kerstin Gier erzielte insbesondere mit ihrer „Edelstein-Trilogie“ („Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“) Erfolge, in der die Helden mit einem „Chronographen“ in die Vergangenheit reisen. In der Serie „Woodwalkers“ von Katja Brandis nehmen Schüler eines Internats die Form von Tieren an. Der Comiczeichner und Schriftsteller Walter Moers hat bereits acht Romane über den Kontinent „Zamonien“ und seine skurrilen Bewohner geschrieben. Der „Daily Telegraph“ in London schrieb über seinen ersten Band „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“: „Dieses Buch ist teilweise Science-Fiction, Märchen, Mythos, Epos und eine Satire all dieser Genres, so dass es sich ständig selbst auf den Arm nimmt.“ Tatsächlich ist es nicht einfach, die literarischen Grenzen in diesem Bereich zu ziehen – aber die Erzählung geht sicher weiter.
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Lena Hoffmann ist eine Kulturjournalistin mit Leidenschaft für Theater, Literatur und alternative Kunstformen. Seit 2018 berichtet sie für Inside-Reeperbahn.de über Hamburgs kulturelle Szene und bringt dabei authentische Stimmen, neue Perspektiven und kreative Ausdrucksformen zum Vorschein.