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Hamburgs Busse sind unpünktlich

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vhh bus
Bild: Adobe

Schlechter Trend: In Hamburg waren 2023 mehr Busse unpünktlich unterwegs

Die Pünktlichkeit der Hamburger Linienbusse hat sich im Jahr 2023 verschlechtert. Von den Bussen der Hamburger Hochbahn kamen knapp sieben Prozent (6,9) mit einer Verspätung von mehr als fünf Minuten an den Haltestellen an, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Schriftliche Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervorgeht. Bei den Bussen der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) waren sogar 12,4 Prozent verspätet, wobei bei den VHH ein Bus bereits ab einer Verspätung von drei Minuten als verspätet gilt. Laut Senat waren 1,7 Prozent der Hochbahn-Busse mehr als zehn Minuten verspätet, rund 0,4 Prozent sogar mehr als 20 Minuten.

Die Verkehrsprobleme werden teilweise durch Staus und Baustellen verursacht. „Insgesamt waren über 470.000 Busfahrten verspätet – ein Anstieg um 24 Prozent im Vergleich zu 2022“, sagte der CDU-Fraktionschef Dennis Thering der Deutschen Presse-Agentur und kritisierte: „Hamburgs Busse stecken viel zu oft in Staus und Baustellen fest.“

Im vergangenen Jahr haben die Busse in Hamburg laut Senat insgesamt 341.073.808 Fahrgäste befördert und dabei 84.606.912 Kilometer zurückgelegt. Die durchschnittliche Anzahl der Fahrgäste pro Tag stieg von gut einer Million auf knapp 1,3 Millionen bis zum Fahrplanwechsel Ende des vergangenen Jahres. Auch bei S- und U-Bahnen gab es Zuwächse. „Durch diesen positiven Trend bei der Fahrgastzahlentwicklung können sich Standzeiten mitunter erhöhen“, erklärte der Senat.

Thering sagte: „Hamburgs Busse befördern 44 Prozent aller Fahrgäste und sind damit das Rückgrat des ÖPNV in der Hansestadt.“ Die negative Bilanz der rot-grünen Verkehrspolitik in Bezug auf die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Busse wiege daher besonders schwer.

Zudem seien im vergangenen Jahr 83 Prozent mehr Busse ausgefallen als im Jahr zuvor – insgesamt 83.000 Fahrten, so Thering. „Die Busse fallen auch aus und sind verspätet, weil beim HVV im letzten Jahr 420 Stellen als Busfahrer unbesetzt waren. Aktuell sind es noch immer über 200.“

Besonders das Baustellenmanagement müsse dringend überarbeitet werden, forderte der CDU-Fraktionschef, „denn die vielen Baustellen und der Wegfall von Fahrspuren schaden nicht nur den Autofahrern, sondern insbesondere auch den Nutzern von Bussen ganz erheblich“.

Die Senatsantwort betont grundsätzlich das Ziel, die Verlässlichkeit und Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs weiter zu steigern. „Dafür wurden seit April 2023 an 36 Lichtsignalanlagen bestehende Busvorrangschaltungen überarbeitet oder erstmals in Betrieb genommen.“ Die Inbetriebnahme weiterer solcher Ampel-Anlagen werde bei jeder Maßnahme mitgeprüft.

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