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Polizei klagt über Personalmangel

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Polizei Davidwache an der Reeperbahn

Gewerkschaft der Polizei drängt auf einen Personalaufbau – Auch an der bekannten Wache auf der Reeperbahn hat man zu wenig Personal

Viele Polizisten schieben Dutzende Überstunden vor sich her – doch im vergangenen Jahr hat sich die Lage etwas entspannt. Die Gewerkschaft der Polizei erklärt, warum sie trotzdem auf einen Personalaufbau dringt.

Zwar ist die Zahlen der Überstunden bei den Beamten in den letzten Monaten deutlich gesunken. Doch mit dem Ende der Corona Beschränkungen wird es auch wieder mehr Einsätze geben befürchten Experten.

ie Gewerkschaft der Polizei (GdP) führte die Entwicklung darauf zurück, dass es 2021 coronabedingt weniger Einsätze gegeben habe. «Ein Grund für den Rückgang ist, dass aufgrund der Pandemie in vielen Bereichen das öffentliche Leben stark zurückgefahren wurde», erklärte GdP-Landeschef Dietmar Schilff. Weil beispielsweise nur wenige Fußballspiele mit Zuschauern stattfanden, sei weniger Mehrarbeit angefallen und der Überstundenabbau sei leichter gewesen.

Dennoch sei die Belastung der Polizei hoch, betonte Schilff. 50 Überstunden pro Polizist seien immer noch deutlich zu viele. «Es ist deshalb nach wie vor wichtig, die Personalstärke nicht ab-, sondern aufgrund zusätzlicher Aufgaben sogar noch auszubauen. Nach unserer Einschätzung bedarf es rund 550 weiterer Kräfte, um am Jahresende nicht mehr Überstunden nahe an der Millionengrenze verzeichnen zu müssen», sagte der Gewerkschaftsvorsitzende. Schilff wies darauf hin, dass mit der Rückkehr des öffentlichen Lebens auch die Zahl der Polizeieinsätze wieder steigen werde. Schon mit den unangemeldeten Corona-Demos habe das Einsatzaufkommen wieder zugenommen. Polizisten können ihre Überstunden in der Regel nur durch Freizeit ausgleichen.

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