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Schüsse auf Rockerboss

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Polizei löst illegale Party auf der Reeperbahn auf

Schüsse auf Rockerboss an der Reeperbahn: Polizei nimmt zwei Frauen fest

Im Jahr 2018 wurden Schüsse auf einen Luxuswagen abgefeuert, in dem sich ein Rockerboss befand, der nur knapp dem Tod entging. Jahre später gibt es immer noch Verhaftungen im Zusammenhang mit diesem Vorfall.

Im Zusammenhang mit den Schüssen auf den Rockerboss vor fünf Jahren am Hamburger Millerntorplatz hat die Polizei zwei Frauen festgenommen. Die Polizei gab am Donnerstag bekannt, dass sie dringend verdächtigt werden, Beihilfe zum versuchten Mord geleistet zu haben. Gegen eine 55-jährige Afghanin und eine 35-jährige Deutsch-Afghanin wurden Haftbefehle erlassen, die am Dienstagmorgen in den Wohnungen der Frauen im Stadtteil Jenfeld vollstreckt wurden.

In der Nacht zum 27. August 2018 hielt ein Auto an einer Ampel neben dem Bentley des Rockers an. Der Beifahrer eröffnete das Feuer und verletzte den damals 38-jährigen Hells Angel lebensgefährlich. Seitdem ist er querschnittsgelähmt.

Die Tat wurde von einem heute 33-jährigen Mann aus dem Gefängnis heraus in Auftrag gegeben. Er wurde am 23. April 2020 zu lebenslanger Haft verurteilt. Bereits am 3. Juni 2019 wurde seine Freundin zu einer Haftstrafe von zwölfeinhalb Jahren verurteilt, weil sie das Auto gefahren hatte, aus dem die Schüsse abgefeuert wurden.

Auch der bulgarische Schütze und der Vater des Drahtziehers der Straftat wurden verurteilt. Der Vater erhielt eine Haftstrafe von neuneinhalb Jahren, während der Schütze zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt wurde. Zusätzlich wurde der Bulgare in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Alle Urteile sind rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft gibt an, dass es sich bei den nun Festgenommenen um die Mutter und die Schwester des Haupttäters handelt.

Der 33-Jährige war ein Mitglied der Mongols, einer Rockergruppe, die Anfang 2016 aufgelöst wurde und im Konflikt mit den Hells Angels stand. Die Straftat wird als ein Racheakt betrachtet. Im Jahr 2016 wurden der 33-Jährige und seine Freundin schwer verletzt, als auf ihr Haus im Stadtteil Schnelsen in einer nächtlichen Schießerei geschossen wurde. Zum Zeitpunkt der Beauftragung des Racheakts saß er bereits im Gefängnis aufgrund von Waffen- und Drogendelikten.

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