Osterhase in Deutschland: Entdecken Sie seine urdeutschen Wurzeln!

Mai 25, 2025

Easter in Germany: The very deutsch origins of the Easter Bunny

Die Ursprünge des Osterhasen

Sowohl in Großbritannien als auch in den USA ist der Osterhase bei Kindern äußerst beliebt und gilt als eines der bekanntesten Symbole der Frühlingszeit in englischsprachigen Ländern. Seine Wurzeln lassen sich jedoch bis nach Deutschland zurückverfolgen.

Die schönen Erinnerungen an die Suche nach bunten Eiern und den Genuss von zahlreichen Schokoladenleckereien mit den charakteristischen langen Ohren während Ihrer Kindheit haben Sie Deutschland zu verdanken. Der Osterhase, oder auf Deutsch der Osterhase, stammt nämlich aus einer deutschen Tradition.

Manfred Gräfe vom Stiftung Stadtmuseum Berlin führt aus, dass die genauen Ursprünge der Osterhasenlegende nicht bekannt sind und es verschiedene Theorien dazu gibt.

Gräfe erläutert, dass der Hase aufgrund seiner besonderen Verbindung zu den christlichen Osterthemen der Auferstehung und des ewigen Lebens eine wichtige Rolle spielt. Dies liegt daran, dass junge Hasen mit „offenen Augen“ geboren werden – sie sind also bei der Geburt voll entwickelt.

„Früher glaubte man, dass sie mit offenen Augen schliefen und somit von Geburt an ‚immer wach‘ waren“, erklärt Gräfe. „Daher wurden sie zum Symbol des ewigen Lebens, ebenso wie das Ei.“

Eine weit verbreitete Theorie besagt, dass der Hase der Begleiter einer germanischen Frühlingsgöttin namens Ostara war, nach der auch das deutsche Wort für Ostern – Ostern – benannt sein soll. Gräfe weist jedoch darauf hin, dass die tatsächliche Existenz einer Göttin Ostara sehr umstritten ist.

Laut der Stiftung ist es wahrscheinlicher, dass die Verbindung zwischen Hase und Ei einen landwirtschaftlichen Hintergrund hat.

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Im Mittelalter war der Gründonnerstag vor Ostern typischerweise das Ende des Geschäftsjahres, an dem Bauern ihre Abgaben an die Grundbesitzer zu leisten hatten. Aufgrund des Fastens während der Fastenzeit hatten sie einen Überschuss an Eiern, sodass sie häufig mit gekochten Eiern und Hasen, die sie auf ihren Feldern erlegt hatten, zahlten.

Diese Kombination aus Hase und Eiern verfestigte sich so in den Köpfen der Menschen.

Bis ins 17. Jahrhundert erzählten Eltern ihren Kindern, dass die Eier von Osterhasen stammten. Je nach Region wurden manchmal auch Füchse, Kraniche oder Störche als die mystischen Kreaturen genannt. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hatte sich der Hase durchgesetzt.

Und natürlich blieb der Hase nicht nur in Deutschland. Er reiste mit deutschen oder preußischen Einwanderern auch in Länder wie die Vereinigten Staaten.

Die Tradition, Eier zu Ostern zu bemalen, ist ebenfalls sehr deutsch: Das älteste erhaltene dekorierte Ei stammt aus dem vierten Jahrhundert n. Chr. und wurde in einem römisch-germanischen Sarkophag in der Nähe von Worms in Rheinland-Pfalz entdeckt.

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